Zwinger in Dresden

Text: C. D. (Reiseverkehrskauffrau) / Letzte Aktualisierung: 05.09.2020

Zwinger in Dresden
Der Dresdner Zwinger ist einen Besuch wert! - Foto: © Fineart Panorama - stock.adobe. com

Der Dresdner Zwinger ist ein Meisterstück barocker Baukunst und ein europaweit einzigartiges Gesamtkunstwerk. Er vereint prachtvolle Plastiken mit Malerei und anspruchsvoller Architektur. Der imposante Sandsteinbau ist neben der Frauenkirche das berühmteste Baudenkmal Dresdens und lockt jährlich mehrere Millionen Besucher hinter seine altehrwürdigen Mauern. Der Zwinger liegt in der historischen Altstadt unweit der Elbe, direkt hinter der Semperoper.

Die wichtigsten Infos für Ihren Besuch in der Semperoper

Adresse:
Zwinger
Theaterplatz 1
01067 Dresden
Tel: 0351/ 49 14 2000
Anfahrt:
Mit dem Auto:
Sie erreichen Dresden über die A13, A17 und A4. Fahren Sie zunächst in Richtung Innere Neustadt und folgen Sie dann der Beschilderung.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:
Ab Dresden Hauptbahnhof können Sie die Tram 9 und 11 bis Dresden am Zwingerteich nutzen.

Öffnungszeiten des Zwinger:

Die Öffnungszeiten vom Außengelände und Innenhof (frei zugänglich).
April bis November 05:00 Uhr - 22:00 Uhr
Dezember bis März 06:00 Uhr - 20:00 Uhr

Die Öffnungszeiten der Ausstellungen und Museen:
Montags geschlossen
Dienstags bis Sonntags 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Eintrittspreise in den Zwinger:

Eintrittspreise für Erwachsene: 14€
Ermäßigt: 10,50€
unter 17 Jahre freier Eintritt
Preise für Gruppen:
Ab 10 Personen 12,50€ / Person
mit Führung 18,50€

Geschichte des Dresdner Zwinger

Eine Präsentation von Macht und Prunk
Der Dresdner Zwinger wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut. Der berühmte Architekt Matthäus Daniel Pöppelmann sowie der Bildhauer Balthasar Permoser schufen zwischen 1710 und 1733 im Auftrag des Kurfürsten Friedrich August I. (August des Starken) dieses prachtvolle Ensemble. Der Name "Zwinger" ist jedoch irreführend, denn dieser Begriff wurde ursprünglich im Mittelalter für den mit Gräben durchzogenen Bereich zwischen einer äußeren und inneren Festungsmauer verwendet. Doch davon ist der Dresdner Zwinger weit entfernt. Er sollte ursprünglich als Orangerie errichtet werden, um darin die höfischen Orangenbäume und kälteempfindlichen Pflanzen zu überwintern und um später ab 1719 als Festareal für höfische Zeremonien zu dienen. Entstanden ist eine symmetrische Anlage, die sich um einen Innenhof erstreckt, welcher mit Rasenflächen und Brunnen gestaltet wurde. Vier eingeschossige, rechteckige und zwei runde, zweigeschossige Pavillons sowie Bogen- und Langgalerien, das Kronentor und der erst 1855 errichtete Semperbau werden im Dresdner Zwinger zu einem Gebäudekomplex vereint. Stilprägend sind der römische und der französische Barock, aber auch Einflüsse des böhmischen Barock und des Wiener Kaiserstils lassen sich bei genauerer Betrachtung erkennen. Umgeben von Gartenanlagen im selbigen Barockstil ist das berühmte Nymphenbad im Dresdner Zwinger gelegen, gleich hinter dem Französischen Pavillon. Diese spektakuläre Wasseranlage ist ein echtes Kunstwerk und zählt zu den eindrucksvollsten barocken Brunnenanlagen überhaupt.

Putten, Glocken, Wasserspiele
Der Dresdner Zwinger ist ein äußerst imposantes Bauwerk des Barock. Dementsprechend begegnen unzählige Putten und Bögen, Ranken, Faune und Statuen dem Besucher. Der Bildhauer Balthasar Permoser hinterließ in seinem umfangreichen Schaffen nicht nur Muscheln und Masken im Dresdner Zwinger, auch Wappen, Schilde oder Ordenssterne bzw. Bildnisse der Mythologie wie Nymphen und Liebesgötter. Nicht nur durch die Architektur und die bildhauerische Gestaltung werden Besucher in Erstaunen versetzt, das Glockenspiel aus Meißner Porzellan versetzt zu jeder viertel, halben, dreiviertel und vollen Stunde die Zuhörer in Entzücken. Wer mittags den Zwinger besucht, kann verschiedenen Melodien lauschen. Das Glockenspiel wurde in den 1930er Jahren am Sophientor platziert, das von da an gern als Glockenspielpavillon bezeichnet wurde.

Der Dresdner Zwinger war seit seiner Erbauung im frühen 18. Jahrhundert vielen Einflüssen der Geschichte ausgeliefert, so auch dem Siebenjährigen Krieg oder dem Maiaufstand 1849. Am heftigsten zugesetzt wurde dem historischen Gebäudekomplex jedoch bei den alliierten Luftangriffen am 13. und 14. Februar 1945, als ein Großteil des Zwingers durch Bomben zerstört wurde bzw. ausgebrannt ist. Dank des engagierten Wiederaufbaus in den 1950er und 60er Jahren dürfen Besucher heute wieder dieses einzigartige Gesamtkunstwerk aus Architektur und bildhauerischer Kunst, sowie Malerei und die darin ansässigen renommierten Museen genießen.

Der Zwinger als Heimat dreier Museen

Gleich drei Museen der Staatlichen Kunstsammlung Dresden, welche Weltruf genießen, haben im Zwinger ihr Zuhause gefunden. In den "Alten Meistern", einer wahrhaft einzigartigen Gemäldegalerie, bewundern die Besucher am liebsten Raffaels "Sixtinische Madonna" und andere Werke der italienischen Malerei aus dem 15. - 18. Jahrhundert. Zahlreiche weitere bemerkenswerte Meisterstücke anderer Epochen können in der renommierten Galerie bestaunt werden. Neben den "Alten Meistern" im Semperbau gesellen sich noch die Porzellansammlung und der bereits seit 1728 existierende Mathematische-Physikalische-Salon zu den Museen des Zwingers. Die Porzellansammlung umfasst rund 20.000 Ausstellungsstücke Meißner, chinesischer und japanischer Porzellankunst. Sie gilt als eine der kostbarsten keramischen Spezialsammlungen weltweit. Der Mathematisch-Physikalische Salon indes zeigt historische Instrumentenkunst und Uhren, aber auch Himmels- und Erdgloben, Messtechnik aus vielen Jahrhunderten wie auch Rechenmaschinen. Ein Highlight der Ausstellung ist ein arabischer Himmelsglobus aus dem 13. Jahrhundert. Bis Ende des Jahres 2012 war die "Rüstkammer" als viertes Museum im Zwinger untergebracht. Sie stellt ihre wertvollen Exponate von Kostümen und Waffen jedoch nun im Residenzschloss Dresden aus.
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