So planen Sie Ihre Reise

Ob Kurztrip oder mehrwöchige Fernreise: Wer ein paar Dinge im Vorfeld regelt, kommt entspannter am Ziel an. Vier Punkte sollten Sie dabei nicht aus den Augen verlieren - die Route, die Informationen über das Reiseland, das Kofferpacken und die letzten Erledigungen vor der Abreise. In den folgenden Abschnitten gehen wir diese Schritte der Reihe nach durch.

Routenplanung selbst gemacht

Zielloses Herumfahren im Urlaubsland hat sehr viele Nachteile: Vieles Schöne und Sehenswerte wird versäumt, weil man nicht wusste, wie nah das Idyll, die prachtvolle Stadt, der wunderschöne Hafen, das interessante Museum oder das Domizil eines berühmten Schauspielers an der Route lag.

Egal, ob man im Zielland mit dem Zug oder dem (Leih-)Wagen unterwegs ist: Das Studieren der Land- bzw. Straßenkarte im Vorhinein hilft bei der Orientierung und bei der Planung der Route. Dabei kann man sich vorab heraussuchen, an welchen Stellen, Städten oder Häfen man Halt machen und eventuell sogar ein paar Tage verbringen möchte. Mithilfe von Online-Routenplanern lassen sich zudem die Entfernungen ausrechnen, sodass man eine Ahnung bekommt, wie lange man für eine Fahrt von A nach B im Auto sitzen wird. Das alles hilft dabei, einen entspannten Urlaub ohne unangenehme Überraschungen zu verbringen. Erfahren Sie bei uns auch, was beim Reisen buchen zu beachten ist.

Informationen über das Urlaubsland sammeln

Beim Herausfinden, welche Schönheiten, Attraktionen und Sehenswürdigkeiten das Urlaubsland und die einzelnen ausgesuchten Orte besitzen, dient ebenso das Internet mit reichlich Informationen. Ob nun die Geschichte der jeweiligen Stadt, die Auswahl an Museen oder die Eintrittspreise der Sehenswürdigkeiten - man kann diese Informationen bereits im Vorhinein und ohne einen Reiseführer kaufen zu müssen im Netz finden. Empfehlenswert ist es, die zusammengetragenen Informationen zu sammeln und eine Mappe zu erstellen, die alle diese Angaben samt der geplanten Route und Ausdrucke der Landkarte beinhaltet. So hat man am Ende einen wunderbaren, selbst gemachten und sehr hilfreichen Reiseführer. Die Reiseplanung ist besonders wichtig beim ersten Urlaub mit dem Partner.

Was kommt in den Koffer?

Die meisten Menschen hassen das Kofferpacken. Sogar noch im Flugzeug haben viele das Gefühl, etwas Wichtiges vergessen zu haben. Solchen Zeitgenossen hilft eine einmal sorgfältig überlegte Reiseliste, die bei jeder Reise das Grundgerüst bildet. Wichtig sind vor allem Gegenstände, die man im Urlaubsort nicht so leicht (oder nur sehr teuer) nachkaufen kann - etwa die (speziell auf die eigenen Augen abgestimmte) Brille, die Kontaktlinsen, spezielle Medikamente, das Handy und die Fotokamera. Ebenso auf diese Liste gehören die wichtigsten Dokumente wie Flugtickets, Führerschein und Reisepass.

Was ist noch zu tun vor der Abreise?

Auf einer weiteren Liste sollten Erledigungen stehen, die man vor dem Urlaub noch unbedingt zu tun hat. Das kann das Vorreservieren eines günstigen Parkplatzes am Flughafen sein, das Besorgen eines Aufpassers für die Katze oder eines Gießers für die Pflanzen in der Wohnung. Auch nötige Impfungen und Besorgungen (etwa Geschenke für mögliche Gastgeber), die vor der Abreise erledigt werden sollten, gehören auf diese Liste, damit man sie im Urlaubsvorbereitungstaumel nicht vergisst.

Wenn man sich das alles früh genug und in Ruhe überlegen kann, vermeidet man den Stress, der einen meist vor dem Urlaub befällt. Bei einer derart gut durchorganisierten Reiseplanung kann man getrost dem Tag der Abreise entgegensehen und wird einen angenehmen Urlaub erleben. Und: Urlaubsplanung steigert die Vorfreude. Lesen Sie auch: Tag am Strand mit der Familie.

Nützliche Apps und digitale Helfer für die Reiseplanung

Die klassische Reisemappe mit Ausdrucken hat immer noch Charme, aber in der Praxis laufen die meisten Informationen heute über das Smartphone. Ein paar Tools haben sich besonders bewährt:

  • Google Maps oder Maps.me - inklusive Offline-Karten für Regionen ohne Internet
  • Rome2Rio - zeigt alle möglichen Verkehrsmittel zwischen zwei Orten inklusive ungefährer Kosten
  • TripIt oder Google Reisen - bündelt Flugtickets, Hotelbuchungen und Mietwagen-Reservierungen automatisch aus dem Mailpostfach in einer Übersicht
  • XE Currency - Umrechnung von Landeswährungen in Echtzeit
  • Google Übersetzer - mit Kamera- und Sprachfunktion, funktioniert nach einmaligem Download auch offline
  • Sicher Reisen (Auswärtiges Amt) - aktuelle Sicherheitshinweise, Einreisebestimmungen und Notfallkontakte
  • Komoot oder Outdooractive - für Wanderungen, Radtouren und Spaziergänge am Urlaubsort

Einreisebestimmungen vor Reisebeginn prüfen

Die Einreisebestimmungen haben sich in den letzten Jahren mehrfach geändert - es lohnt sich also, nicht blind auf ältere Erfahrungen zu vertrauen. Für Großbritannien benötigen Deutsche seit Januar 2021 einen Reisepass (der Personalausweis reicht nicht mehr), außerdem ist seit April 2025 eine kostenpflichtige Electronic Travel Authorisation (ETA) vorgeschrieben. Für die USA gilt weiterhin die Registrierung über ESTA, für Kanada die eTA. Die EU plant mit ETIAS ein eigenes elektronisches Reisegenehmigungssystem für visumfreie Drittstaatsangehörige; der Start wurde mehrfach verschoben, soll aber 2026 erfolgen. Für Deutsche, die innerhalb der EU reisen, ändert sich dadurch nichts. Wer längere Fernreisen plant, prüft außerdem die empfohlenen Impfungen über das Auswärtige Amt oder das Tropeninstitut.

Reiseversicherungen - welche sind wirklich sinnvoll?

Zwei Policen sollte niemand im Urlaub missen: eine Auslandskrankenversicherung (kostet oft unter 15 Euro für das ganze Jahr und übernimmt Kosten, die die gesetzliche Krankenkasse im Ausland nicht trägt - etwa den medizinisch notwendigen Rücktransport) und, bei teuren Reisen, eine Reiserücktrittsversicherung. Letztere rechnet sich vor allem, wenn der Stornobetrag im Krankheitsfall spürbar wäre oder wenn die Reise lange im Voraus gebucht wird. Bei Familien lohnt sich meist eine Jahres-Reiseversicherung statt einer Einzelpolice pro Trip. Wichtig: Genau in die Ausschlussklauseln schauen - viele Policen zahlen nicht bei Vorerkrankungen oder bei kalten Absagen ohne Attest.