Sehenswürdigkeiten in Oldenburg

Text: C. D. (Reiseverkehrskauffrau) / Letzte Aktualisierung: 05.09.2020

Das Schloss Oldenburg
Im Schloss Oldenburg befindet sich das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte - Foto: © Fotos & Medien - stock.adobe. com

Restaurierte Wallanlagen, Wasserläufe und die historische Altstadt Oldenburgs bieten eine traumhafte Kulisse für die Besucher der Stadt. Reizvoll gelegen zwischen Bremen, der Nordsee und dem Ammerland lädt die Universitätsstadt Oldenburg ein, seine Sehenswürdigkeiten zu Fuß, per Rad oder auf Rundfahrten zu entdecken. Oldenburg ist eine Reise wert.

Bekannte Sehenswürdigkeiten in Oldenburg kurz vorgestellt

Einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Oldenburg möchten wir Ihnen hier kurz vorstellen:

Der charmante Oldenburger Markt

Früher war Oldenburg die Residenzstadt von Grafen, Herzögen und Großherzögen - heute regiert der Oberbürgermeister im Alten Rathaus der Stadt, direkt am Markt. Das dreieckige Haus aus der Gründerzeit 1888 gilt wegen seiner markanten Form als sehr originell. Vier Mal täglich ertönt ein hörenswertes Glockenspiel am Rathaus. Blickt man sich auf dem Markt um, fällt einem sofort die Lambertikirche ins Auge. Äußerlich erscheint sie im Stil der Neugotik. Im Inneren jedoch überrascht sie die Besucher mit einer klassizistischen Rotunde, eine interessante architektonische Besonderheit, die 1795 erbaut wurde. In den 1880ern kamen noch die vier Ecktürme hinzu. So bekam die ursprünglich um 1200 erbaute Kirche ein neues architektonisches Gewand. Ebenfalls auf dem Markt zu finden ist das Degode Haus. Besonders auffällig ist die hervorspringende Dachkonstruktion des Hauses, das als eines der ältesten bauhistorischen Zeugen der Stadt gilt. Das ursprünglich um 1502 erbaute Gebäude besitzt eine aufwendig bemalte Holzdecke aus dem Jahre 1645 im Inneren, welche die damals bekannten Kontinente Europa, Asien, Afrika und Amerika zeigt. Benannt wurde es nach der Kaufmannsfamilie Degode, die das Haus 1860 übernahm.

Die Oldenburger Museenlandschaft

Kulturbegeisterte kommen allein wegen der breiten Musseenlandschaft in Oldenburg auf ihre Kosten. Eines davon ist das Horst Janssen Museum. In ihm werden neben einer Dauerausstellung jährlich mehrere Wechselausstellungen mit Zeichnungen und Grafiken des Künstlers Horst Janssen und weiterer Künstler ausgestellt. Das Janssen Museum befindet sich neben dem Oldenburger Stadtmuseum. Dies beschäftigt sich wiederum mit Stadtgeschichte. Weitaus bekannter ist allerdings das Landesmuseum Oldenburg. Es ist im Schloss Oldenburg beheimatet und zeigt die Dauerausstellungen mit dem Namen "Kulturgeschichte einer historischen Landschaft" und "Geschichte des Kunstgewerbes". Berühmt ist das Landesmuseum Oldenburg für das Augusteum, einer Ausstellung alter italienischer und niederländischer Meister aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Im dritten Bau des Museums befindet sich das Prinzenpalais. Darin wird beispielsweise das Hauptaugenmerk auf den deutschen Im- und Expressionismus gelegt. Zeitgenössische Kunst finden Oldenburgs Besucher in Ausstellungen im Edith-Ruß Haus. Bereits 1863 gegründet ist das heutige Landesmuseum für Natur und Mensch nicht nur ein Anziehungspunkt für Erwachsene, sondern auch für Kinder.

Das Schloss Oldenburg

Einst war es der Standort einer Wasserburg, doch zwischen 1607 und 1615 wurde daraus das prächtige Schloss Oldenburg. Mondän prangt es im Renaissancestil und war Residenz vieler Großherzöge. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr das Schloss zahlreiche Umbauten, Flügel wurden gebaut, andere abgerissen. Heute ist der Innenhof des Schlosses im Klassizismus zu bestaunen. Der Hofmaler Heinrich Wilhelm Tischbein gestaltete ihn künstlerisch. Bereits seit 1921 ist der Prunkbau Teil des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte. Gegenüber dem Schloss befindet sich die Schlosswache, dessen Giebelrelief an den Sieg über Napoleon erinnert.

Die Lange Straße und die Achternstraße - Einkaufen in Oldenburg

Statt in großen Einkaufspalästen vor den Toren der Stadt lässt es sich noch ursprünglich in Oldenburg bummeln und einkaufen. Der Lappan, das Wahrzeichen der Stadt, ist Ausgangspunkt für ausgedehnte Einkaufsbummel in charmanter Umgebung und einer der flächengrößten Fußgängerpassagen des Landes. Kleine Gassen locken neben den zwei großen Straßen mit vielen inhabergeführten Geschäften. Bereits 1967 verbannt die Stadt Oldenburg alle Fahrzeuge aus ihrer ersten Einkaufsstraße. Der Lappan als beliebter Treffpunkt der Stadt ist der ehemalige Glockenturm des Heiligengeist-Spitals aus dem Jahre 1467.

Weitere architektonische Höhepunkte und Sehenswürdigkeiten der Stadt

Die Stadt Oldenburg ist eine auffällig grüne Stadt, nicht zuletzt wegen der vielen begrünten alten Wallanlagen. Die alte Stadtmauer selbst ist nicht mehr erhalten, Überreste können jedoch am alten Pulverturm aus dem Jahre 1529 besichtigt werden. Im Turm selbst finden heute immer wieder Kunstausstellungen statt. Kulturliebhaber besuchen Oldenburg nicht nur wegen der Museen, sondern auch wegen der Theaterkultur der Stadt. Das Staatstheater ist weit über die Stadtgrenzen hinaus für seine Aufführungen berühmt und spielt insgesamt auf 5 verschiedenen Bühnen. Wer durch Oldenburg schlendert wird früher oder später auf die Hunte treffen, ein Nebenfluss der Weser. Sie fließt nahe der Altstadt und des Schlossgartens entlang. Einen besonderen Übergang über die Hunte bietet die Cäcilienbrücke. Die Hubbrücke lässt sich um 3,5 Meter anheben und damit größere Schiffe passieren, während Fußgänger ohne Probleme die Brücke weiter passieren können. Markant sind die zwei verklinkerten Türme der Brücke, die ursprünglich eine Klappbrücke war.

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