Regensburger Dom in der Altstadt

Text: C. D. (Reiseverkehrskauffrau) / Letzte Aktualisierung: 11.10.2020

Regensburger Dom
Der Regensburger Dom befindet sich in der Altstadt - Foto: © Otto Durst - stock.adobe. com

Mitten im Herzen der Altstadt Regensburgs liegt der weithin sichtbare Dom St. Peter. Er ist Bestandteil der als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Innenstadt und eines der bedeutendsten kirchlichen Bauwerke gotischer Architektur Süddeutschlands. Weit sichtbar sind die zwei markanten Domtürme, die 105 m hoch über der Stadt thronen und mitsamt der Steinernen Brücke die Silhouette der Donaumetropole prägen.

Die wichtigsten Infos für Ihren Besuch im Regensburger Dom

Adresse:
Regensburger Dom
Domplatz 1
93047 Regensburg
Anfahrt:
Auto: A93 bis Regensburg West, weiter Richtung Innenstadt oder A3 bis Regensburg-Burgweinting, weiter auf der B15 Richtung Innenstadt
ÖPNV: Bus Linie A bis Regensburg Domplatz

Öffnungszeiten des Regensburger Dom:

April, Mai & Oktober: 06:30 Uhr - 18:00 Uhr
Juni - September: 06:30 Uhr - 19:00 Uhr
November - März: 06:30 Uhr - 17:00 Uhr

Während der Gottesdienste kann der Dom nicht besichtigt werden!

Es finden auch Führungen statt. Infos erhalten Sie am Domplatz 5 im Infozentrum.

Öffnungszeiten Domschatz:
Montag bis Samstag von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Sonn- und Feiertage von 12:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Eintrittspreise im Regensburger Dom:

Der Eintritt in den Regensburger Dom ist frei.

Eintrittspreise Domschatz:
Erwachsene 3€
Kinder, Jugendliche, Schulklassen freier Eintritt
Studenten, Behinderte, Gruppen ab 15 Personen 1,50€
Führungen für Gruppen 50€

Alle Angaben ohne Gewähr!

Kurze Geschichte des Regensburger Doms

Schon um 700 n. Chr. stand auf dem jetzigen Geländes des Doms eine Kirche, weitere Bauten sollten ihr folgen, jedoch nicht lange Bestand haben. Erst 1273 wurde mit dem Bau des heute noch bestehenden Gotteshauses in einer Phase des wirtschaftlichen Reichtums der Stadt begonnen. Seine Bauzeit sollte in einzelnen Abschnitten mehrere Jahrhunderte andauern. Zum Ende des Mittelalters nach rund 250 Jahren wurde der Bau vorerst eingestellt. Der Wohlstand der Stadt schwand. Daher waren zur damaligen Zeit auch die Spitzen der beiden Türme noch nicht fertig gestellt. Erst König Ludwig I. ließ 1859 den Bau weiter voran schreiten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 1872 wurde der reich verzierte Kirchenbau in seiner heutigen Form fertig gestellt und ist unbestritten eines der Meisterwerke der Gotik im süddeutschen Raum. Selbst im Zweiten Weltkrieg nahm der Dom St. Peter nur wenig Schaden. Vom romanischen Vorgängerbau ist heute noch der Eselsturm an der Nordseite des Doms erhalten geblieben.

Eine Revolution in der Architektur

Mit der Jahrhundertwende schwappte 1200 der Stil der französischen Gotik ins Land. Und so kam es, dass reiche Patrizierfamilien und Bischöfe den sakralen Bau in diesem Architekturstil vorantrieben. Gewölbe, die weit gespannt waren und ungeahnte Höhen von 32 Metern hatten, sowie schier unendlich lange Glasfenster, die in den schönsten Farben eingesetzt wurden, waren eine echte Revolution in der Architektur und bisher im Lande unbekannt.

Sehenswertes im Regensburger Dom

Natürlich ist der Regensburger Dom nicht nur von außen sehenswert, auch in seinem Inneren gibt es viel zu entdecken.

Die berühmten Glasfenster des Sakralen Baus

Weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt sind die originalen Glasmalereien des Doms, die fast vollständig aus dem Mittelalter erhalten werden konnten. Sie entstanden um 1220er Jahre bzw. zwischen 1320 und 1370. Sie zählen zu den umfangreichsten Beständen des deutschsprachigen Raumes und beeindruckten die Menschen damals wie auch heute. Teile der Fenster stammen sogar noch aus dem romanischen Vorgängerbau der Kirche. Die Fenster der Westfassade sind rund 150 Jahre alt, die neuesten stammen aus dem Jahr 1968 und wurden als Ersatz für die im Krieg zersprungenen Scheiben im linken Nebenchor eingesetzt. Die Fenster schaffen eine einzigartige Stimmung in dem Gotteshaus.

Die vierköpfige Verkündigungsgruppe

Der Dom hat sehr viele Details zu bieten, die sich durch das Auge des Betrachters mitunter kaum erschließen lassen. Markant ist jedoch die berühmte vierköpfige Verkündigungsgruppe. Als Wahrzeichen des christlichen Glaubens enthält sie den lachenden Engel Gabriel. Er wurde mitsamt der Verkündigungsmadonna jeweils an den Vierungspfeilern um 1280 vom "Erminoldmeister" in den Stein gemeißelt und bunt bemalt. Die beiden Figuren stehen sich an je einem Pfeiler gegenüber und korrespondieren miteinander. Zu der Gruppe dieser wichtigen Figuren gehören an den anderen Vierungspfeilern außerdem der heilige Petrus (entstanden um 1320) und der heilige Paulus (um 1360).

Die größte freihängende Orgel der Welt

Hinter dem prachtvollen silbernen Hochaltar, der unter anderem neben fünf gotischen Ziboriumsalären erhalten blieb und zwischen 1695 und 1785 durch Augsburger Künstler entstand, ist eine der beiden Domorgeln eingebaut worden. Die Hauptorgel jedoch ist die 2009 eingerichtete Orgel, die im nördlichen Querschiff ihren Platz fand. Mit 80 Registern ist sie die größte freihängende Orgel der Welt.

Heute dient der Dom als geistliches Zentrum des Bistums Regensburg und Heimat der berühmten Regensburger Domspatzen, einem Knabenchor mit einer mehr als 1000järhigen Geschichte. Als Besonderheit ist bekannt, dass der Dom jedoch als einzige Kathedrale Bayerns Eigentum des Landes ist, und nicht des Bistums.
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