Münchner Hofbräuhaus am Platzl

Text: C. D. (Reiseverkehrskauffrau) / Letzte Aktualisierung: 05.09.2020

Weißwurst, Brezeln und Bier
Im Münchner Hofbräuhaus kann man regionale Spezialitäten genießen - Foto: © sonne_fleckl - stock.adobe. com

Dieses Original ist eine feste Institution in München. Das Münchner Hofbräuhaus steht für Gastlichkeit, Tradition und selbstverständlich zünftiges Bier. Das Wirtshaus ist weltweit bekannt und begrüßt täglich tausende Gäste wie auch Münchner Urgesteine, die die bayrische Herzlichkeit und den Geschmack des goldenen Gerstensaftes zu schätzen wissen. Eine zünftige Maß muss jeder Besucher Münchens im Hofbräuhaus getrunken haben.

Die wichtigsten Infos für Ihren Besuch im Münchner Hofbräuhaus

Adresse:
Hofbräuhaus München
Platzl 9
80331 München
Tel: 089/ 290 136 - 100
Anfahrt:
Auto: Autobahn bis München, weiter Richtung Maxvorstadt, Parkhaus vorhanden
ÖPNV: U3, U6 oder S-Bahn bis Marienplatz

Öffnungszeiten des Hofbräuhaus:

Täglich 09:00 Uhr - 00:00 Uhr

Alle Angaben ohne Gewähr!

Kurze Geschichte des Münchner Hofbräuhauses

Es ist kaum zu glauben, aber bis ins 16. Jahrhundert hinein erhielt der Wittelsbacher Hof sein Bier von außerhalb. Aus Sachsen, Kassel und anderen Städten wurde es importiert. Doch der bayrische Herzog Wilhelm V. setzte dem ein Ende und gab 1589 den Auftrag, eine eigene Brauerei für den Hof zu errichten. Bis 1608 stand diese neben dem Alten Hof. Als der Bedarf aber in die Höhe schnellte, zog das Hofbräuhaus ans "Platzl", der heutigen Stelle des berühmtesten Wirtshauses des Landes. Bis 1828 kam das dort gebraute Bier nur dem Hof zugute. Erst Ludwig I. ordnete an, dass auch die Münchner Bevölkerung mit dem leckeren Gerstensaft versorgt werden durfte. Die Kapazitäten reichten 1896 einfach nicht mehr aus und dies nicht zuletzt wegen der zunehmenden Zahl der Touristen. Die Brauerei zog um in die Innere Wiener Straße, wo sie noch heute ihren Sitz hat. Am "Platzl" hingegen wurde ein zünftiges Wirtshaus errichtet: das Hofbräuhaus. Architekt war kein geringerer als der Sachse Max Littmann. 1897 wurde das Hofbräuhaus deutlich vergrößert in zwei Abschnitten wiedereröffnet. Doch das Neorenaissance-Haus fiel dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer und wurde stark zerstört. Zur 800-Jahr-Feier der Stadt München konnte es in großen Teilen wieder eröffnet werden. Heute begrüßt es tausende Besucher jeden Tag und ist eine der Hauptattraktionen der Stadt.

Von der Schwemme bis zum Biergarten

Das Münchner Hofbräuhaus ist größer, als viele Gäste es vermuten möchten. Im Parterre des Gebäudes befindet sich eine große Bierhalle, die Schwemme. Sie allein fasst rund 1000 Personen, die an Holztischen Platz finden. Außerdem bietet das Haus einen weiteren Festsaal, der rund 1500 Personen Platz bietet und sich im Obergeschoss befindet. Beeindruckend ist das 9 Meter hohe Gewölbe über dem Saal. In zahlreichen Bierstuben finden weitere 1000 Leute ein Platzl zum "hinhogga", "Haxn spachtel" und "a Maß wir auch gsuffa". Im Innenhof des historischen Gemäuers gibt's im Sommer im Schatten der alten Kastanien den kühlen Gerstensaft im Biergarten. 400 Personen können im gemütlichen Ambiente von Kellnern und Kellnerinnen in Tracht bedient werden.

"In München steht ein Hofbräuhaus - eins, zwei, gsuffa"

Nicht nur die Blaskapellen, die regelmäßig im Hofbräuhaus auftreten, spielen diesen bekannten Ohrwurm von Gabriel und Richter. Der Text des Liedes spiegelt sehr gut die Stimmung, das quirlige Hin- und Her und die Gemütlichkeit des Hofbräuhauses wieder. Gemeinsam beisammen sitzen, herzhaft regional essen und bei bayrischer Musik gutes Bier trinken - nicht zuletzt deswegen gibt es unzählige Stammtische im Traditionshaus. Nur die Stammgäste bekommen einen Platz im Bierkrugtresor, einem Regal in der Schwemme, in welchem sie ihren persönlichen Bierkrug deponieren dürfen. Eine echte Ehre.

Speisekarte des Münchner Hofbräuhauses

Ganz oben auf der Speisekarte des Münchner Hofbräuhauses steht natürlich das Bier. Neben dem Hofbräu Original und dem Hofbräu Dunkel gibt es natürlich auch die Münchner Weiße, das bekannte Radler sowie Weine, Spirituosen und alkoholfreie Getränke. Sehr beliebt sind auch die Brotzeiten. Dazu werden in verschiedenen Variationen Obatzda, Schinken, Käse und verschiedene Brotsorten serviert. Wer einmal im Hofbräuhaus sitzt, sollte die Wurstspezialitäten probieren. Neben Weißwürsten serviert man hier auch Wiener, Bratwurst und Leberkäse mit Beilagen. Für den großen Hunger werden verschiedene Braten angeboten. Darunter ein Krustenschweinebraten, Spanferkelbraten oder eine Schweinshaxe, die mit Beilagen wie Knödeln, Kartoffelsalat oder bayrischem Kraut serviert werden. Und wer dann immer noch nicht genug hat, kann zum Nachtisch einen Eisbecher, einen Apfelstrudel oder hausgemachte Dampfnudeln bestellen.

Das Hofbräuhaus ist der Inbegriff bayrischer Gemütlichkeit. Dank seiner hervorragenden Lage nahe den zentralen Sehenswürdigkeiten gehört das Traditionshaus mit der besonderen Atmosphäre auf den Tourenplan vieler München-Besucher. Was kann man noch in Bayern erleben? Machen Sie doch mal eine Schlössertour!

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