Der Kölner Dom - eine der größten Kathedralen Europas

Text: C. D. (Reiseverkehrskauffrau) / Letzte Aktualisierung: 05.09.2020

Kölner Dom
Der Kölner Dom gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe - Foto: © emeritus2010 - stock.adobe. com

Er gilt als Meisterwerk der Hochgotik und ist das mächtige Wahrzeichen der Stadt. Schon von weitem sind die zwei bekannten Türme des Doms, der offiziell Hohe Domkirche St. Peter und Marien zu Köln heißt, sichtbar. Der Kölner Dom belegt jedes Jahr erneut einen der ersten Plätze bei den beliebtesten deutschen Sehenswürdigkeiten. Mehr als 10.000 Besucher pro Tag besichtigen diesen rekordverdächtigen sakralen Bau, welcher der Sitz des Erzbistums Köln ist und nach der Fertigstellung 1880 dem Heiligen Petrus gewidmet worden. Seit 1996 trägt der Kölner Dom den Titel "Weltkulturerbe".

Die wichtigsten Infos für Ihren Besuch im Kölner Dom

Adresse:
Kölner Dom
Domkloster 4
50667 Köln
Tel: 0221/ 92 58 47 -30
Anfahrt:
Auto: A4 bis Kreuz Köln-Ost, weiter auf der B55a Richtung Altstadt-Nord - Der Dom ist weithin sichtbar.
ÖPNV:EC, FLX, S-Bahn, Bus 172, 173, Tram 5, 16, 18 bis Köln Hauptbahnhof

Öffnungszeiten des Kölner Dom:

November - April: 06:00 Uhr - 19:30 Uhr
Mai - Oktober: 06:00 Uhr - 21:00 Uhr
Während der Gottesdienste ist keine Besichtigung möglich!

Turmbesteigung:
März - April: 09:00 Uhr - 17:00 Uhr
Mai-September: 09:00 Uhr - 18:00 Uhr
Oktober: 09:00 Uhr - 17:00 Uhr
November - Februar: 09:00 Uhr - 16:00 Uhr

Domschatzkammer:
Täglich 10:00 Uhr - 18:00 Uhr

Die Turmbesteigung und die Schatzkammer bleiben an folgenden Tagen geschlossen:
Weiberfastnacht, Karnevalssamstag, Karnevalssonntag, Rosenmontag, Heilig Abend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester und Neujahr.

Eintrittspreise im Kölner Dom:

Eintritt in den Dom kostenlos.

Eintrittspreise Schatzkammer oder Turmbesteigung:
Erwachsene 6€, ermäßigt 3€
Familienkarte 12€
Kombikarte Erwachsene 8€, ermäßigt 4€
Kombikarte Familien 16€

Führungen
Termine können telefonisch gebucht werden unter Tel.: 0221 925847 -30

Alle Angaben ohne Gewähr!

Die Lage des Doms

Nicht zu verfehlen ist der Kölner Dom dank seiner hohen Türme und der zentralen Lage. Er ist der Mittelpunkt der Stadt und liegt direkt neben dem Hauptbahnhof, dem Römisch-Germanischen Museum bzw. dem Wallraf-Richartz-Museum und dem Museum Ludwig linksseitig des altehrwürdigen Rheins. Rings um den Dom wurde 1968 die Domplatte gebaut, ein Fußgängerbereich, der heute zentraler Treffpunkt für Kölner wie auch Touristen ist. Von dort gelangt man zum Beispiel zur Hohenzollernbrücke oder zur Einkaufspassage "Hohe Straße". Unterhalb der Treppenstufen des Westportals ist 1991 die Kopie der Kreuzblumen (der Spitzen der Domtürme) als Modell in Originalgröße aufgestellt worden. Sie verdeutlicht sehr imposant die Größenverhältnisse des Domes.

Bauzeit und Höhe des Kölner Doms

Der Kölner Dom gilt in vielen Bereichen als außergewöhnlich. Dazu zählt auch die Bauzeit des monumentalen Gebäudes. Der Dom, wie er heute zu sehen ist, hatte seinen Baubeginn 1248, als bereits mehrere Vorgängerbauten abgerissen worden waren und galt schon damals als großartigstes und umfangreichstes Bauwerk des Mittelalters. Über 630 Jahre wurde an der katholischen Kirche gebaut, wobei Anfang des 16. Jahrhunderts die Arbeiten zu ruhen begannen und erst in umfangreichem Maße 1842 wieder aufgenommen wurden. Heute ist der Kölner Dom eine der bedeutendsten Kathedralen der Welt. Zur Fertigstellung des Nordturmes mit einer Höhe von 157 Metern war die Kirche für acht Jahre das höchste Gebäude der Welt. Heute zählt sie immer noch als dritthöchster Kirchenbau der Welt. Rund 4000 Gläubigen bietet sein beeindruckender Innenraum Platz.

Der Aufstieg auf den Südturm

Innenraum des Kölner Doms
Das Kirchenschiff des Kölner Doms
Foto: © Mikhail Markovskiy

Über eine enge Wendeltreppe lässt sich der Südturm des Kölner Doms erklimmen. Dazu müssen die Besucher jedoch in guter körperlicher Verfassung sein, denn um die Aussichtsplattform in rund 100 Metern Höhe zu erreichen, gilt es 533 Stufen zu erklimmen. Vorbei führt der Weg an dem Glockenstuhl mit acht Glocken in ca. 53 Metern Höhe, der das bekannteste Exemplar des Landes, die "St. Petersglocke", beherbergt. Sie wird von den Kölnern liebevoll "D'r decke Pitter" genannt und ist die größte freischwingende Kirchenglocke der Welt. Mit ihren 24.000 kg und dem Durchmesser von 3,22 Metern wurde sie 1924 gegossen, nachdem die vorige "Kaiserglocke" 1918 zu Kriegszwecken eingeschmolzen wurde.

Auf der Plattform angelangt bietet sich den Besuchern als Belohnung für den beschwerlichen Aufstieg eine grandiose Aussicht über die Domstadt. Wer noch höher hinaus möchte und den höchsten begehbaren Platz des Doms besichtigen möchte, kann an einer Führung über die Dächer der Kirche teilnehmen. Schwindelfreiheit wird dabei natürlich vorausgesetzt.

Dank des separaten Zugangs für den Aufstieg auf den Südturm durch das beeindruckende Fundament des Doms, werden die mehrfach täglich stattfindenden Gottesdienste nicht mehr von den Besuchern gestört.

Weltweit bekannte Kunstwerke im Dom

Obwohl der Kölner Dom bereits ein eigenständiges imposantes Kunstwerk ist, hinterlässt er mit vielen historischen Kunstgegenständen über die Grenzen der Stadt hinaus bleibenden Eindruck. Die größte Kostbarkeit des Kölner Doms ist der Dreikönigsschrein. Er wurde bereits in der Zeit von 1190 bis 1220 in der Werkstadt des Goldschmiedemeisters Nikolaus von Verdun und anderen Meistern gefertigt, nachdem durch Kaiser Friedrich Barbarossa die Reliquien der Heiligen Drei Könige aus Mailand nach Köln kamen. Der schmuckvolle Schrein bildet heute das Zentrum des gotischen Domes und steht in der Vierung des Doms.

Nicht weniger bekannt als der Dreikönigsschrein ist das Gero-Kreuz. Um 980 wurde es angeblich durch den Kölner Erzbischof Gero in Auftrag gegeben. Das Kruzifix aus Eiche ist mit seinen drei Metern und der lebensgroßen Christusfigur eines der ältesten erhaltenen Holzkreuze des nördlichen Europas. Neben zahlreichen Altären aus verschiedenen Epochen des Doms, sowie Grabstellen von Erzbischöfen und vielen Epitaphien, wird in der Domschatzkammer der Großteil des bedeutenden Kirchenschatzes des Doms ausgestellt. Die Entstehung der Ausstellungsstücke reicht bis ins 10. Jahrhundert zurück. Weiterhin bekannt für den Dom sind die Mailänder Madonna, das Chorgestühl oder das Mosaik der Vierung.

Ein Besuch des Kölner Doms ist für alle Pflicht, die in der Stadt verweilen. Die typisch gotische Kirche mit ihren unzähligen bunten Bleiglasfenstern, welche die heilige Geschichte nacherzählen, ist nicht nur von außen beeindruckend anzuschauen. Allein die meisterhafte Architektur des fünfschiffigen sakralen Baus lässt einen den Atem anhalten und staunen.

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