Karnevalsmuseum in Köln

Text: C. D. (Reiseverkehrskauffrau) / Letzte Aktualisierung: 05.09.2020

Kölner Karneval
Das Kölner Karnevalsmuseum - Spaß für Jecken - Foto: © Artenauta

Die Stadt Köln ist unwiderruflich mit der fünften Jahreszeit verbunden. Mehr als eine Million Besucher zählt der Karneval jedes Jahr in der Rheinischen Stadt. Dabei sind die Veranstaltungen mehr als nur organisierte Fröhlichkeit, sie entsprechen eher dem unverfälschten Naturell des Kölner Jecken. Der Faszination Karneval wurde nun ein Museum gewidmet: Das Kölner Karnevalsmuseum, oder auch KK-Museum genannt, ist das größte seiner Art im deutschsprachigen Raum. Es präsentiert die Tradition des närrischen Treibens der Stadt Köln und anderer Regionen thematisch und chronologisch geordnet.

Die wichtigsten Infos für Ihren Besuch im Kölner Karnevalsmuseum

Adresse:
Karnevalsmuseum
Maarweg 134 - 136
50825 Köln
Tel: 0221/ 57 400 31
Anfahrt:
Auto: A4 bis Kreuz Köln-West, weiter auf der B264 Richtung Altstadt
ÖPNV: S-Bahn Linie 1 bis Maarweg, dann 5 Minuten Fußweg

Öffnungszeiten des Karnevalsmuseum:

Das Karnevalsmuseum hat nur einen Tag im Monat geöffnet (10:00 Uhr - 16:00 Uhr)!
Bitte erfragen Sie die genauen Termine telefonisch.

Führungen:
An ausgewählten Terminen finden Führungen statt. (11:00 Uhr und 13:00 Uhr)
Die Termine bitte ebenfalls telefonisch erfragen!

Eintrittspreise im Karnevalsmuseum:

Erwachsene 6€, Kinder, Azubis, Studenten 4€

Öffentliche Führungen
Erwachsene 8€, Kinder, Azubis, Studenten 5€

Kombiführung
Erwachsene 24€, Kinder, Azubis, Studenten 11€

Alle Angaben ohne Gewähr!

Geschichte des Karnevalsmuseum

2005 wurde das Kölner Karnevalsmuseum eröffnet. Dank der Unterstützung vieler karnevalistischer Interessensvertretungen, Vereine und Organisationen konnten bisher einzeln verwahrte Exponate gesammelt und ausgestellt werden. Sein Zuhause hat das Karnevalsmuseum im Stadtteil Ehrenfeld im
Maarweg 134 - 136 gefunden.

Eine einzigartige Ausstellung mit exklusiven Einblicken in das närrische Treiben

Kölle Alaaf!
Im Kölner Karnevalsmuseum erfährt man vieles über die Tradition des Festes - Foto: © VRD

Die Wurzeln des Kölner Karnevals reichen zurück bis in die Antike. Dementsprechend viel Historisches gibt es auf dem 1400 m² großen Areal zu bestaunen. Doch wer meint nur verstaubte Exponate, Fakten und Zahlen betrachten zu können, hat sich geirrt. Mit modernen Audio- und Videopräsentationen nutzt das Museum die Multimediatechnik, um vor allem die letzten zwei Jahrhunderte des Karnevals zu beleuchten.

Die Zeit des Mittelalters, des Barock, aber auch der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus werden im Kontext des Karnevals kritisch beleuchtet. Außerdem zeugen unzählige Exponate wie traditionelle Uniformen sowie prächtige Orden und Mützen von der Tradition des Karnevals und seiner kulturellen Bedeutung für die Kölner. Umfangreiche historische Dokumente und Schriftstücke konnten für das Museum gesichert und zusammen mit Druckgrafiken ausgestellt werden. Das wertvollste Exponat ist wohl das Protokollbuch des "Festordnenden Comitees" aus dem Jahr 1827.

Ein Museum bestehend aus zwei Teilausstellungen

Das Kölner Karnevalsmuseum gehört keinesfalls zu den Häusern, in denen man leise durch die Ausstellung läuft, nichts anfasst und die Exponate ausschließlich aus zwei Metern Abstand betrachtet. Denn das KK-Museum erklärt nicht nur die Herkunft von Prinz, Bauer und Jungfrau innerhalb der historischen Ausstellung, es gibt auch Einblicke hinter die Kulissen. In der großen Halle lassen sich - allerdings nur bei einer separaten Führung - Großobjekte bestaunen. So etwa Tragefiguren, Festwagen oder Kostümpuppen, welche man bei den Festumzügen oft nur aus der Ferne sieht. Die neckischen Details der wahren Kunstwerke können ausgiebig betrachtet werden. Die öffentlichen Führungen werden auf der Homepage des Kölner Karnevalsmuseums regelmäßig veröffentlicht.

Führungen mit "kölschem" Witz

Viel Herz und kölschen Charme versprechen die Führungen im KK-Museum. Ob nun privat oder für einen Ausflug mit der Schulklasse, dem Betrieb bzw. Freunden: die erlebnisorientierten Führungen lohnen sich. Sie geben je nach Thema interessante Einblicke in die Musik, Geschichte oder den Wagenbau für den Rosenmontagszug. Mit netten Anekdoten wird viel Hintergrundwissen zum karnevalistischen Treiben in der Rheinstadt vermittelt. Tipp: Die Führungen sollten rechtzeitig gebucht werden, da es nur vereinzelte Termine gibt.

Das Museum spannt einen großen Bogen von den Anfängen des Karnevals bis hinein in die Gegenwart. Ein Besuch lohnt sich, auch gern mit Kindern. Das Museum ist unterhaltsam und informativ. Und vielleicht findet der eine oder andere sogar eine kecke Idee für das nächste närrische Treiben, wenn es wieder heißt: Kölle Alaaf!

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