Goethehaus in Frankfurt / Main - Zu Gast bei Familie Goethe

Text: C. D. (Reiseverkehrskauffrau) / Letzte Aktualisierung: 06.07.2020

Das Goethehaus in Frankfurt / Main
Goethehaus und Goethemuseum in Frankfurt / Main - Foto: © travelview - stock.adobe. com

Goethe zählt zu den berühmtesten deutschen Dichtern und den wohl begabtesten, die die Welt je gesehen hat. Nicht nur literarisch interessierte Besucher Frankfurts wandeln daher gespannt auf des Dichters Spuren. Das Goethe Haus in Frankfurt zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und ist sozusagen ein kleines Stück lebendige Geschichte eines großen Künstlers.

Die wichtigsten Infos für Ihren Besuch im Goethehaus

Adresse:
Freies Deutsches Hochstift
Frankfurter Goethe-Museum
Großer Hirschgraben 23 - 25
60311 Frankfurt / Main
Tel: 069/ 13 88 00
Anfahrt:
Auto: A661 bis Frankfurt-Ost, weiter auf der Hanauer Landstr. in Richtung Innenstadt, Parkhäuser sind in der Umgebung zu finden
ÖPNV: U-Bahn oder Tram bis Willy-Brandt-Platz oder Hauptwache, Fußweg ca. 5-10 Minuten

Öffnungszeiten des Goethehaus:

Mo - Sa: 10:00 Uhr - 18:00 Uhr
So, Feiertag: 10:00 Uhr - 17:30 Uhr
Geschlossen am: 24. + 25., 31.12., 01.01.

Eintrittspreise im Goethehaus:

Auszug der Preisliste

Erwachsene 7€
Ermäßigt 3€
Schüler 1,50€
Familien mit Kindern (max. 2 Erwachsene) 10€
Kinder bis 6 Jahre frei

Öffentliche Führungen

Goethe-Haus
Mo - So 14:00 Uhr und 16:00 Uhr (ab 3 Personen)
Sa + So auch um 10:30 Uhr
Führung kostenlos + Eintrittskarte
Gemälde-Galerie
Jeden 3. Sonntag im Monat um 15:00 Uhr
(ab 3 Personen)
Führung kostenlos + Eintrittskarte
Familien-Führung:
Jeden 2. und 4. Samstag im Monat um 14:00 Uhr
(Teilnehmer bis 18 Jahre haben freien Eintritt)
Weitere Führungen auf Anfrage

Das Goethe-Haus am Großen Hirschgraben

Versteckt in einer Seitenstraße, unweit der Einkaufsstraße Zeil, liegt das Geburtshaus Johann Wolfgang von Goethes. Hier wurde er "mit dem Glockenschlage zwölf" am 28. August 1749 geboren, wie er es selbst in seiner Autobiographie "Dichtung und Wahrheit" beschrieb. Goethe verbrachte seine Jugendjahre in dem Haus des bürgerlichen Spätbarocks. Einige seiner frühen Werke, wie zum Beispiel der Urfaust, wurden von ihm in seinem Elternhaus verfasst. Mit Ausnahme seiner Studienjahre lebte er in Frankfurt, bis er es 1775 verließ und nach Weimar ging.

Das Haus als Opfer des Zweiten Weltkriegs

Die Bomben des Zweiten Weltkrieges machten auch vor dem originalen Geburtshaus Goethes nicht halt. Das ursprüngliche Gebäude kaufte die Großmutter Goethes im Jahr 1733 als Witwensitz. 1755 wurde auf Anlass von Goethes Vater, einem kaiserlichen Rat, auf dem Kellergewölbe ein bürgerliches spätbarockes Gebäude errichtet. Es war viergeschossig und äußerst repräsentativ. 1795 wurde es durch die Mutter Goethes veräußert. Am 22. März 1944 erlitt der gesamte Straßenzug große Schäden durch Fliegerbomben, auch das Goethehaus wurde zerstört. Doch die Frankfurter begannen bereits 1947 den originalgetreuen Wiederaufbau. Wichtige Kunstschätze, einige Möbel wie auch Bücher und Handschriften des großen Dichters wurden in das rekonstruierte Gebäude zurückgebracht, nachdem sie im Krieg zur Sicherheit ausgelagert wurden. Heute fühlen sich Besucher in die Vergangenheit Goethes zurückversetzt, denn das Haus wurde wieder wie ein bürgerliches Gebäude der damaligen Zeit eingerichtet. Dabei versuchte man, so nah wie möglich am Original zu bleiben. Damit ist es nicht nur eine Hommage an den größten deutschen Dichter, sondern auch ein Abbild der Lebensverhältnisse und Wohnkultur seiner Zeit.

Ausstellungen und Führungen im Gothehaus

Das Goethe-Haus zeigt bemerkenswert mehr als nur einen wichtigen Lebensabschnitt des bedeutungsvollsten deutschen Dichters und Denkers. Auf vier Etagen werden interessante Details über ihn erzählt, seine Schaffensgeschichte erläutert. Zu sehen sind viele originale Handschriften und eindrucksvolle Exponate. Der Höhepunkt des Hauses ist für die meisten der unzähligen Besucher Goethes Studierzimmer im zweiten Obergeschoss. Fast greifbar ist die Nähe zum Künstler. Er schrieb in diesem Raum den "Götz von Berlichingen" und "Die Leiden des jungen Werther". Auch den Urfaust verfasste er in seinem Studierzimmer. In der dritten Etage des Hauses ist eine Ausstellung untergebracht, die das Leben aller Bewohner des Hauses, also von Goethes Eltern und seiner Schwester, beleuchtet. Ebenso beeindruckend ist das Geburtszimmer des Dichters, in welchem die Taufanzeige dieses Universalgenies zu besichtigen ist. In persönlichen Führungen sowie mit Audio-Guides werden Gäste durch Goethes Elternhaus mit weiteren Zimmern, wie zum Beispiel der Küche, dem Staats- oder Musikzimmer, geführt.

Das Goethe-Haus und das Goethe-Museum

Direkt im Anschluss an das Goethe-Haus befindet sich das Goethe-Museum. Es präsentiert eine äußerst umfangreiche Gemäldesammlung des 18. und 19. Jahrhunderts. Höchst interessant sind die Grafiken, die Gemälde sowie Büsten des Spätbarocks, des Biedermeier und Klassizismus, wie auch der Romantik. Eine Handschriftensammlung von 40.000 Stücken beleuchtet nicht nur Goethe als Künstler, sondern auch das Wirken von Clemens Brentano, Joseph von Eichendorff oder von Hoffmannsthal und vielen anderen zeitgenössischen Persönlichkeiten.

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