Schloss und Burg Waxenberg in Oberneunkirchen

Text: B. L. / Letzte Aktualisierung: 11.10.2020

Burg Waxenberg in Oberösterreich
Die Burgruine Waxenberg sollte man gesehen haben - Foto: © alho007 - stock.adobe. com

Mit dem Namen Waxenberg wurden einst zwei Schlösser und zwei Burgen bezeichnet. In ihrem Ursprung war die erste Burg der Wachsenberger, die noch heute bestehende Ruine Rotenfels. Von Cholo und Ulrich von Wilhering wurde die erste Burg um 1140 erbaut und sie befindet sich ungefähr 4,5 Kilometer südlich von der Gemeinde Herzogsdorf. Diese wird heute als Alt-Waxenberg oder als Rotenfels bezeichnet.

Die Entstehung von Burg und Schloss Waxenberg

Wann wurden die Burg und das Schloss erbaut? Wer hat sie erweitert? Was kann man heute hier erleben? Das erfahren Sie in diesem Abschnitt:

Die Burg Waxenberg

Im oberösterreichischen Mühlenviertel der Gemeinde Oberneunkirchen befindet sich oberhalb des Ortszentrums von Waxenberg die heutige Burgruine Waxenberg. Vor dem 13. Jahrhundert wurde die Burg errichtet, nach einem Blitzeinschlag im Jahr 1756 brannte die Burg ab. Es war ein landschaftliches Lehen und befand sich im Besitz der Habsburger. Zur Grafschaft wurde das Landgericht Waxenberg bereits 1306 erhoben.

Auf einer Fläche von 885 Quadratmetern wurde die Hauptburg erbaut, die Vorburg erstreckte sich auf insgesamt 1.260 Quadratmetern. Heute ist von der gesamten Burg nur noch der runde Bergfried erhalten, der aus dem 15. Jahrhundert stammt. Der Bergfried ist 30 Meter hoch und hat einen Durchmesser von zehn Metern, dabei beträgt die Mauerstärke drei Meter. Vom Bergfried aus ist ein herrlicher Ausblick in das Umland gegeben. Bei dem Blitzeinschlag wurde als einziger der Bergfried verschont, ansonsten sind vom Palast nur noch einige Mauerreste zu sehen und die Vorburg ist vollkommen verschwunden. Aus dem 16. Jahrhundert befindet sich noch ein Batterieturm, der in Richtung Schloss steht, auf dem Gelände. Er befand sich unterhalb der Vorburg und diente zur Verteidigung.

Das Schloss Waxenberg

Ebenfalls befindet sich das Schloss Waxenberg im Mühlviertel in Oberösterreich, direkt im Ortszentrum von Waxenberg. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde das Schloss von den Herren von Gera im 17. Jahrhundert errichtet. Das Schloss wurde nur 200 Meter entfernt unterhalb von der Burg erbaut. Nach dem Blitzschlag auf der Burg im Jahre 1756, siedelte die Familie Starhemberg in das Schloss über. Es wurden umfangreiche Bauarbeiten ausgeführt und seit 1784 diente die Schlosskapelle als Pfarrkirche im Dorf. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Schloss weiter ausgebaut und nördlich des alten Schlosses entstand das neue Schloss. Somit besteht das Schloss Waxenberg aus dem alten und dem neuen Schloss.

Das aus dem 17. Jahrhundert stammende Schloss ist ein hufeisenförmiges Gebäude mit zwei Stockwerken, in südlicher Richtung ist es offen. Ein achteckiger Brunnen befindet sich im Innenhof und wurde wie das alte Schloss im 17. Jahrhundert erbaut. Die Wappenbilder der Familien Gera, Turzo von Bethlen-Falva, Jörger und Starhemberg schmücken die Südseite des Westtrakts. Besonders sehenswert ist die Kapelle, in der sich ein Hochaltar aus dem Jahre 1892 von Ferdinand Stuflesser befindet.

Auch das neue Schloss wurde in der Form eines Hufeisens erbaut und ist in Richtung Osten hin offen. Der Rittersaal befindet sich im obersten Geschoss und hat eine aus dem 16. Jahrhundert stammende geschnitzte Balkendecke, die vom Schloss Eschelberg stammt.

Veranstaltungen in Waxenberg

Heute wird als besonderer Höhepunkt das Waxenberger Ritterfest gefeiert, welches jedes Jahr stattfindet. Auch die Ritterspiele sind ein Erlebnis für Jung und Alt, dabei wird die Burg mit Schwert, Armbrust oder dem Katapult gestürmt.

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