Die Araburg in Niederösterreich

Text: B. L. / Letzte Aktualisierung: 05.09.2020

Wienerwald in Niederösterreich
Der Weg zur Araburg führt durch den Wienerwald - Foto: © Thomas Hohler - stock.adobe. com

Im Süden von Niederösterreich, bei Kaumberg im schönen Triestingtal befindet sich die Araburg. Heute ist es nur noch eine Burgruine, die ursprünglich im 12. Jahrhundert von den Rittern der Arberger erbaut wurde. Sie befindet sich auf einer Höhe von 800 Metern über der Adria und ist somit die höchstgelegene Burg in ganz Niederösterreich. Bis in das 17. Jahrhundert wurde die Araburg fortwährend erweitert. Die Burg wurde während der ersten Belagerung der Türken im Jahre 1529 von der Bevölkerung als Zufluchtsort genutzt. Ebenfalls spielte die Araburg in der Zeit der Religionskriege zwischen den Protestanten und den Katholiken eine bedeutende Rolle. Im Besitz des Stiftes Lilienfeld befindet sich die Burg seit 1625. Im Jahr 1683 wurde die Araburg während der zweiten Türkenbelagerung völlig zerstört und ist seitdem nur noch eine Ruine.

Ausflugsziel Araburg

Heute ist die Araburg ein beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt, vom Bergfried der Ruine ist ein herrlicher Rundblick auf Kaumburg und das Umland zu genießen. Der Bergfried wurde zum Aussichtssturm umgebaut, er diente in früheren Zeiten als Ausguck, damit feindliche Heerscharen rechtzeitig gesichtet werden konnten. Die Burgruine ist nur zu Fuß zu erreichen, doch der Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall. Von der Ortsmitte in Kaumburg folgt man den grünen Markierungen und gelangt über blühende Wiesen und durch einen Mischwald nach etwa anderthalb Stunden zur Araburg. Ebenfalls führt ein Weg vom Parkplatz im Laabachtal zur Burgruine, der innerhalb von etwa einer halben Stunde zurückzulegen ist.

Von der nördlichen Seite führt ein Weg zur Ruine heran und in westlicher Richtung führt der Weg um die gesamte Burganlage herum, bevor man sich auf dem Platz vor dem östlichen Tor befindet. Durch das einfache Tor im Osten betreten die Besucher den äußeren dritten Burghof, das Tor an der Westseite ist nicht mehr vorhanden. Früher diente dieser Burghof als Zwinger und ein großer Wirtschaftstrakt befand sich an der rechten Außenmauer. Durch den dritten Burghof führt der Weg zum großen Torturm mit der Wachstube und der Weg selbst führt in den zweiten Burghof, von wo der Bergfried zu sehen ist. Die Stufen führen zuerst zur Kapelle des heiligen Georg und anschließend durch das gotische Tor. Dahinter befand sich einst die gotische Küche, wo noch heute Zeichen des Kreuzrippengewölbes zu sehen sind. Es wurden neue Holztreppen gebaut, um so einfacher die Steigung zur Hochburg zu bewältigen. Beim Weg über die Treppen sind die Reste der Wirtschafts- und Wohngebäude zu sehen. Der Bergfried besitzt eine eigenwillige Form, den so genannten "Schnabelturm".

Sommerspiele auf der Araburg

Heute wird die Araburg nicht nur wegen ihrem einzigartigen Rundblick gerne besucht, ein besonderes Highlight sind die Sommerspiele auf der Burg, die jedes Jahr im August stattfinden. Die "Kaumburger Burgschauspiele" werden von der örtlichen Theatergruppe aufgeführt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Ebenfalls lädt das urgemütliche Burgstüberl zum Verweilen ein. Von April bis Oktober können sich die Gäste mit frischen Säften und Jause stärken. Alle Einnahmen aus dem Burgstüberl und die Einnahmen der Sommerspiele sowie die Eintrittsgelder werden für die Erhaltung der Araburg verwendet.
Übrigens ist die Burg eine beliebte Hochzeitslocation! Auch kann man in der Araburg übernachten.

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