Die Pyramiden von Gizeh nahe Kairo

Text: St. H / Letzte Aktualisierung: 06.07.2020

Pyramiden von Gizeh
Die Sphinx und die Pyramiden von Gizeh sollte man unbedingt gesehen haben - Foto: © Claudia Paulussen - stock.adobe. com

Selbstverständlich ist Ägypten ein Reiseziel mit vielen Facetten. Selbstverständlich sollte man Assuan, Abu Simbel, Alexandria und das Tal der Könige besuchen. Natürlich kann man sich auf einer Nilkreuzfahrt wunderbar luxuriös erholen. Aber egal, wie bedeutsam, wie schön oder interessant auch alles sein mag, was man in Ägypten besuchen und bestaunen kann - die Hauptattraktion des Landes werden immer seine Pyramiden bleiben. Und es mag zwar ungerecht sein, aber von den sieben Pyramiden, die bis heute erhalten sind, werden es auch immer nur die drei Pyramiden von Gizeh sein, die wirkliche Weltgeltung besitzen und das Herz eines Reisenden zum Klopfen bringen.

Ein Besuch des ägyptischen Museums als Ergänzung

Wer die Pyramiden besichtigen möchte, der fliegt am besten nach Kairo. Die ägyptische Hauptstadt und Gizeh gehen ineinander über wie es Düsseldorf und Duisburg tun. Nie weiß man als Fremder genau, wo die eine aufhört und die andere anfängt. Kairo ist aus mehreren Gründen der ideale Ausgangspunkt für eine Pyramiden-Reise. Zum einen gibt es hier jede Menge Hotels und Restaurants, die dem Gast aus dem Abendland zusagen werden. Das öffentliche Nahverkehrssystem funktioniert (nicht zuletzt dank Heerscharen von preiswerten und zuverlässigen Taxis), die Entfernung zu den Pyramiden ist gering. Vor allem aber beherbergt Kairo das Ägyptische Museum, in dem einer der größten Schätze der Pharaonenzeit ausgestellt wird: Der Grabschatz des Tutenchamun. Er stammt zwar nicht aus Gizeh, gibt aber einen hervorragenden Eindruck, was sich einst an Materiellen, aber auch handwerklichen und künstlerischen Kostbarkeiten in den Grabkammern befunden haben mag. Der Besuch des Ägyptischen Museums ist deshalb eigentlich ein Muss als Ergänzung zum Besuch der Pyramiden.

Die rätselhaften Pyramiden von Gizeh

Es ist aufregend, sich dem Plateau zu nähern, auf dem das Pyramidenfeld von Gizeh liegt. Seit Jahrtausenden kommen Menschen hierher, fasziniert nicht nur von den Dimensionen der Bauwerke, sondern auch von den Geheimnissen, die es nach wie vor umgeben. Warum wurden die Pyramiden gebaut, wie wurden sie errichtet? Über welches Wissen haben die Baumeister der Pharaonen bereits verfügt und was geschah im Inneren der Pyramiden? Heute gibt es Teilantworten auf all diese Fragen, doch noch ist die Wissenschaft weit davon entfernt, die Pyramiden enträtselt zu haben.

Die Cheopspyramide ist die größte Pyramide von Gizeh. Einst hatte sie die stolze Höhe von 146,6 Metern, doch ist sie heute "nur" noch etwas über 137 Meter hoch. Viel spannender aber ist ein geometrisches Phänomen: Die Höhe der Cheopspyramide steht im gleichen Verhältnis zu ihrem Umfang wie sich der Radius zum Umfang eines Kreises verhält. Bis heute wird, spekuliert, ob das eine Absicht der Baumeister gewesen ist, oder ob es sich schlicht und tief ergreifend um einen Zufall handelt. Wer sich in der Pyramide bis zur Grabkammer vorarbeitet, der wird einen kargen. Kahlen Raum vorfinden, in dem lediglich ein steinerner Sarkophag steht. Er muss während der Bauarbeiten in den Raum gebracht worden sein, da es unmöglich gewesen wäre, ihn später noch durch die engen Gänge zu transportieren.

Die zweitgrößte Pyramide ist die Chephrenpyramide. Sie wirkt jedoch größer, da sie auf einer Anhöhe steht und zudem vom Sphinx, einer Fabel-Mischung aus Mensch und Löwe, bewacht wird. Die kleinste Pyramide von Gizeh ist die Mykerinospyramide. Sie erreicht nur noch eine Höhe von 70 Metern und markiert damit das Ende einer Ära.
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