Die Geographie - Küste, Berge, Urwald
Peru lässt sich grob in drei Zonen einteilen: die tropische Amazonasregion, die Andengebirge mit den höchsten Berggipfeln Südamerikas, und die trockene Küste mit Lima.
Costa (Küste): Parallel zur Pazifikküste verläuft eine schmale Wüstenzone von über 2000 Kilometern Länge, unterbrochen von grünen Tälern mit Flüssen. Hier liegt Lima, die Hauptstadt, die wie eine moderne Oase in der Wüste wirkt. Trotz der Wüste in unmittelbarer Nähe findet man in der modernen Stadt Parks, Museen und Restaurants auf hohem Niveau.
Sierra (Andengebirge): Das Herz Perus sind die Anden mit ihren Höhen von über 3000 bis 4000 Metern. Hier liegen die legendären Stätten des Inca-Reichs: Cusco, Machu Picchu, das Heilige Tal und viele andere archäologische Schätze. Die Luft ist dünner in dieser Höhe - Akklimatisierung ist nötig. Die Berglandschaft ist spektakulär mit grünen Tälern und schneebedeckten Gipfeln.
Selva (Amazonas): Der östliche Teil Perus gehört zum Amazonía-Gebiet. Die Stadt Iquitos ist das Tor zu dieser feuchtheißen Urwaldwildnis. Flusskreuzfahrten, Dschungelwanderungen und die Beobachtung von Wildnis und Tieren sind hier möglich.
Machu Picchu - Das höchste Heiligtum der Inca
Machu Picchu ist das absolute Must-See für jeden Peru-Besucher. Diese alte Inca-Zitadelle liegt auf einem Berg auf 2.400 Metern Höhe zwischen Cusco und Aguas Calientes. Die Ruinen sind spektakulär erhalten und der Ort ein UNESCO-Weltkulturerbe. Viele fragen sich: Wer hat das gebaut? Warum? Es war lange Zeit verloren und wurde erst 1911 wiederentdeckt.
Zum Erreichen von Machu Picchu gibt es mehrere Wege: Die beliebteste Route ist der Zug von Cusco nach Aguas Calientes, dann eine kurze Busfahrt zur Stätte. Der Inca Trail ist ein legendärer 4-Tages-Trekking-Pfad durch die Berge nach Machu Picchu, aber er erfordert gute Kondition und frühe Buchung (ist oft Monate ausgebucht). Eine mittlere Option ist der 2-Tage-Inca Trail oder die Alternativen wie der Salkantay Trek.
Cusco - Das Herz des Inca-Reichs
Cusco ist die einstige Hauptstadt des Inca-Reichs und liegt auf 3.400 Metern Höhe in einem fruchtbaren Hochtal. Die Stadt wird oft als der „Nabel der Welt“ bezeichnet (was „Cusco“ in Quechua bedeutet). Die Altstadt ist ein Labyrinth aus engen Gassen mit Inca-Mauern, spanischen Kolonialgebäuden und modernen Häusern durcheinander. Dies ist ein großartiger Ort zur Akklimatisierung vor Machu Picchu.
Oberhalb von Cusco liegt Saqsayhuaman, eine archäologische Stätte mit gigantischen Steinen (einige wiegen über 155 Tonnen), die passgenau zusammengefügt sind - ohne Mörtel! Die Konstruktionstechnik war höchst fortgeschritten und bleibt rätselhaft.
Der Titicaca-See - Hochgebirgs-Wasser
Der Titicaca-See auf 3.820 Metern Höhe ist der höchste schiffbare See der Welt und wird von Peru und Bolivien geteilt. Das Hochgebirgsklima ist gemäßigter als in der umgebenden Altiplano-Ebene, da der See als Wärmespeicher wirkt. Die Stadt Puno an Perus Seite ist der Ausgangspunkt für Bootsfahrten zu den Schwimminseln der Uros und zum Titicaca-See selbst. Das „Uros-Volk“ lebt auf selbstgebauten Inseln aus Totora-Schilf.
Man geht davon aus, dass das kulturelle Zentrum des Inca-Reichs ursprünglich am Titicaca-See lag. Der See und die umliegenden Berge besitzen große kulturelle und spirituelle Bedeutung für die Andenvölker.
Die Altiplano-Region und Souvenirs
Die Altiplano ist das höchste, längste Gebirgsplateau der Welt (nach dem tibetischen Plateau). Mit ihrer kahlen, wüstenartigen Landschaft wirkt sie auf Besucher oft faszinierend und herausfordernd zugleich - die Bergkrankheit ist ein ernstzunehmendes Anliegen.
Die Stadt Juliaca ist bekannt für ihren chaotischen, aber faszinierenden Markt, wo man traditionelle Handarbeiten, Textilien und mehr erstehen kann. Der Markt ist so groß, dass der Zugverkehr zeitweise angehalten wird, damit Waren beiseite geschafft werden können. Es ist ein authentisches Erlebnis, das vielen westlichen Besuchern unwirklich vorkommt.
Der Amazonas - Dschungel-Abenteuer
Während die meisten Touristen nach Machu Picchu gehen, lockt der peruanische Amazonas Abenteurer. Die Stadt Iquitos ist das Zentrum für Dschungel-Erkundungen. Flusskreuzfahrten, Wildnis-Lodges und Urwaldwanderungen sind möglich. Die Artenvielfalt ist gigantisch, und gute Reiseführer können seltene Tiere wie Jaguar-Katzen, Flussdelphine und riesige Pythons zeigen.





