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Urlaub in Haiti

Haiti erlebte am 12. Januar 2010 die bisher schwerste Naturkatastrophe: Am späten Nachmittag entstand etwa 15 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince ein heftiges Erdbeben. Seine Stärke: 7,0 Es forderte weit über Karte von Haiti Karte von Haiti - Foto: © Kaarsten
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220.000 Menschenleben. Dabei haben die Bewohner des Staates auf dem westlichen Teil der Karibik-Insel Hispanola die Folgen der vier direkt aufeinander folgenden Tropenstürme aus dem Jahr 2008 noch nicht verkraftet. Doch was ist Haiti überhaupt für ein Land?

Naturereignisse und politische Unruhen
Haiti ist ein ziemlich unruhiges Land. Neben den Naturkatastrophen wird der kleine Staat seit jeher von politischen Unruhen begleitet. So ging Haiti im Jahr 1697 von Spanien an Frankreich über. Es herrschte Sklaverei, die 1794 abgeschafft wurde. 1803 dann kam die Unabhängigkeit. Haiti wurde bis 1806 zum Kaiserreich. Danach entstanden zwei Republiken, die nördliche wurde von einem König regiert. Die Republiken wurden im Jahr 1820 wieder zusammengelegt. Danach gab es immer wieder politische Unruhen und militärische Umstürze. Dies veranlasste die USA, von 1915 bis 1934 für Ruhe und Ordnung auf Haiti zu sorgen. Danach ging es so unruhig weiter wie zuvor. Heute wird Haiti präsidial geführt. Das Parlament setzt sich aus einem Senat und einem Abgeordnetenhaus zusammen. Die Landessprache ist vorwiegend kreolisch. Auch Französisch hört man.

Tipps und Infos für Touristen in Haiti:

 
Weitere Infos :

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Gebirgszüge und enge Täler prägen das Landschaftsbild
Haiti ist etwa 27.750 Quadratkilometer groß. Insgesamt leben 9,7 Millionen Menschen in dem Land, in dem Gebirgszüge und kleine enge Täler das Landschaftsbild prägen. Der höchste Berg misst 2680 Meter. Ihn findet man im Südosten nahe der Grenze zum Nachbarstaat Dominikanische Republik. Ansonsten liegen die Berghöhen zwischen 1500 und 1800 Meter. Wegen des tropischen Klimas muss zwischen Juni und November mit schweren Tropenstürmen gerechnet werden.

Wenig Industrie, hauptsächlich Landwirtschaft
Die Bewohner Haitis leben in der Mehrzahl von der Landwirtschaft für den Eigenbedarf. Exportiert werden unter anderem Kaffee, Kakao und Mango-Früchte. Angebaut wird aber auch Mais und Rohrzucker. Die wenige Industrie beschäftigt sich meist mit Textilien, der Lebensmittelherstellung, dem Tabak, der Schreinerei und dem Zusammenbauen von Elektroartikeln. Die Regenwälder sind nahezu abgeholzt.

Touristisch wenig erschlossen
Nicht nur wegen der touristischen Unerschlossenheit ist Haiti kein erfolgreiches Urlaubsland. Schwere Überschwemmungen, die weit verbreitete Armut, die schlechten hygienischen Umstände und viele Krankheiten sind für Touristen nicht gerade einladend. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, sollte vor der Einreise auf einen ausreichenden Impfschutz (Infos geben Reisemediziner oder Tropeninstitute) und gültige Ausweispapiere achten. So verlangen die Behörden von Erwachsenen einen bei der Einreise noch mindestens für sechs Monate gültigen Reisepass. Für Kinder reicht ein Kinderausweis. Ein Visum wird erst bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten verlangt. Bei der Ankunft muss ein Formular ausgefüllt werden, welches bei der Abreise zusammen mit einer Steuer von 30 US-Dollar zurückgelassen werden muss. Verlangt wird auch ein gültiger Flugschein fürs Weiterreisen.

Armut birgt Gefahren bei der Reise im Land
Auf Grund der großen Armut, die unter den Einwohnern herrscht, empfiehlt es sich, im Hotel oder bei Bekannten seine Ausflugsorte oder Reiserouten zu hinterlegen. Wertsachen sollten sicher deponiert sein. Es reicht, wenn man seine Ausweisdokumente als Kopie und nach Möglichkeit nur wenig Bargeld (Hauptzahlungsmittel) dabei hat.

Zahlen per Bargeld
Hauptsächliches Zahlungsmittel ist Bargeld - am liebsten US-Dollars. Getauscht werden kann in Banken, Wechselstuben oder Supermärkten. In den letztgenannten und in Hotels kann auch mit den gängigen Kreditkarten bezahlt werden. Bei den Preisangaben sollte man aufpassen. Oft geben die Haitianer die Preise in haitischem Dollar an.