Tipps & Infos für Ihren Schweden Urlaub

Hier stellen wir Ihnen die schönsten Städte und Regionen für Ihren Urlaub in Schweden vor. Einen Überblick über die Städte in Schweden finden Sie in unserer Übersicht - allen voran die Hauptstadt Stockholm und die Westküstenmetropole Göteborg. Wer es abenteuerlich mag, sollte eine Floßfahrt auf dem Klarälven ins Auge fassen. Wo genau das Land liegt, zeigt unsere Karte von Schweden.

Lagom-Sein - die schwedische Art, das Leben zu nehmen

In Schweden ist man lagom. Für dieses Wort gibt es keine adäquate deutsche Übersetzung. Lagom-Sein bedeutet, sich immer genau richtig zu verhalten, nie von der Norm abzuweichen und niemals jemanden mit seinen Fehlern zu konfrontieren. Lagom-Sein ist die Basis für das Jantelagen, das "Gesetz von Jante". Jantelagen ist zwar kein wirkliches Gesetz, aber es regelt als ungeschriebene Norm das soziale Zusammenleben der Schweden und bestimmt im Alltag nachhaltig das Miteinander. Kurz gefasst lässt es sich damit umschreiben, dass man nicht glauben soll, in irgendeiner Weise etwas Besseres zu sein als ein anderer Mensch, und folglich andere weder auslachen noch belehren soll.

Wissenswertes für Ihren Urlaub in Schweden

Viele Touristen wollen bei ihrem Urlaub in Schweden zuerst wissen, wo man eigentlich Elche sehen kann. Elchparks haben immer Konjunktur: Nicht nur Touristen, auch Einheimische besuchen sie, um die Giganten der Wälder aus nächster Nähe zu sehen. Denn Elche sind zwar häufig, aber auch viele Schweden haben noch nie einen Elch in freier Wildbahn gesehen. Sie sind eher scheue Gesellen, können aber, wenn sie sich angegriffen fühlen, auch ziemlich rabiat werden. Ein Elchpark ist also eine sichere Sache, um ihnen Auge in Auge zu begegnen.

Schweden hat viel Fläche, aber relativ wenige Einwohner - und die wohnen überwiegend in den drei großen Städten Stockholm, Malmö und Göteborg. Diese unterscheiden sich kaum von deutschen Ballungszentren: Das Leben ist schnell und hektisch, und auch Kriminalität ist ein Thema. Die restlichen Einwohner verteilen sich über den Süden des Landes. Wobei man in Schweden zwischen dem geografischen und dem gefühlten Süden der Einheimischen unterscheiden muss: Alles, was nördlich einer imaginären Linie Göteborg-Stockholm liegt, ist Nord-Schweden und gehört eigentlich nicht mehr zu Schweden, finden zumindest die Südschweden. Im Norden sinkt die Einwohnerdichte teilweise auf zwei Einwohner pro Quadratkilometer, während sie im Süden bei etwa zwanzig liegt. Zum Vergleich: In Deutschland tummeln sich 231 Einwohner pro Quadratkilometer. Man hat in Schweden also vergleichsweise viel Platz - jedenfalls auf dem Land.

Abgelegene Regionen entdecken

Wer es gern ruhig und beschaulich mag, ist auf dem Land in Schweden genau richtig. Jeder kennt jeden, und jeder weiß, wie der andere tickt. Auf den ersten Blick wirkt es vielleicht wie am Ende der Welt - doch die Infrastruktur funktioniert erstaunlich gut. Schulpflichtige Kinder werden kostenfrei zur Schule transportiert, notfalls auch mit dem Hubschrauber, was in einigen abgelegenen Regionen im Norden durchaus vorkommt.

Wann ist die beste Reisezeit für Schweden?

Das kommt ganz darauf an, was man sucht. Der Sommer - also Juni bis August - ist die klassische Hauptsaison. Die Tage sind lang, in Nordschweden geht die Sonne kaum unter (Mitternachtssonne), und die Temperaturen sind angenehm. Im Süden kann es durchaus 25 Grad und wärmer werden. Der Nachteil: mehr Touristen, höhere Preise, mehr Mücken im Norden.

Der Winter von November bis März ist Hochsaison für Nordlichter und Schneesport. Luleå oder Kiruna bieten Hundeschlittenfahrten, Eisfischen und die Chance, das Polarlicht zu sehen. Im Süden ist es dagegen grau und mild - eher nichts für Romantiker. Wer das Beste aus beiden Welten möchte, fährt im Spätfrühling (Mai) oder frühen Herbst (September): weniger Trubel, günstigere Hotels, grüne Landschaft.

Das Allemansrätten - Freiheit in der Natur

Einen Geheimtipp für Naturfreunde kennen viele Deutschlandtouristen gar nicht: das Allemansrätten, auf Deutsch das Jedermannsrecht. Es erlaubt jedem Menschen - nicht nur Schweden - sich frei in der Natur zu bewegen, zu zelten, Beeren und Pilze zu sammeln und in Seen zu schwimmen. Selbst auf Privatgelände darf man das, solange man einen guten Abstand zum Haus hält und nichts beschädigt. Das ist in Europa einmalig und macht Schweden zum Paradies für Wanderer, Radfahrer und alle, die die Natur so richtig auskosten wollen - ohne Eintrittsgebühren, ohne Schranken.

Fika - mehr als nur Kaffee

Schweden ohne Fika ist kein Schweden. Fika ist die schwedische Kaffeepause, aber das trifft es nur halb - es ist eine gesellschaftliche Institution. Zweimal am Tag wird Pause gemacht: Kaffee, Zimtschnecken oder Kardemummabullar (Kardamomschnecken) und ein Pläuschchen. Wer in Schweden unterwegs ist, sollte unbedingt in einer Konditorei Halt machen und sich Zeit lassen. Das ist keine Tourismusfalle, sondern gelebter Alltag. Auch die schwedische Küche überrascht positiv: Köttbullar (Fleischbällchen mit Preiselbeeren und Kartoffelpüree) kennt man, aber es gibt weit mehr zu entdecken - gegrillter Lachs, gebeizter Hering (Gravlax), Knäckebrot und im Sommer ein riesiges Angebot an frischen Erdbeeren.

Weitere Informationen für Ihren Schweden-Urlaub finden Sie auf der Webseite der Schwedischen Botschaft in Berlin.