Wassersportcamping für aktive Camper

Text: D. D. E. / Letzte Aktualisierung: 10.04.2026

Zelte und Kajaks auf dem Campingplatz
Was ist Wassersportcamping? - Foto: © vieraugen - stock.adobe. com

Wassersport oder Campingurlaub - beides erfreut sich seit Jahren größter Beliebtheit. Der neue Trend Wassersportcamping ist daher kein Novum, sondern verbindet auf gekonnte Weise klassischen Campingurlaub mit ausgiebigem Wassersport. Es lohnt sich!

Was ist Wassersportcamping?

Wassersportcamping, das ist der neue Trend für Jung und Alt im Urlaub. Anfang der 1980er kamen findige Niederländer auf die Idee, eine Symbiose aus dem klassischen Wassersport mit Segeln, Surfen, Wasserski etc. und dem bekannten sowie beliebten Camping zu bilden. Diese Idee hat sich mittlerweile europaweit durchgesetzt. Wassersportcamping bedeutet aber nicht nur, dass der Campingplatz am Wasser liegt, schließlich haben der Wassersportler und der Camper zum Teil unterschiedliche Bedürfnisse, die erfüllt werden müssen. Diese Campingplätze bieten zunächst die von jedem Campingplatz her bekannten Stellplätze für Zelte und Wohnwagen. Die ortsübliche Infrastruktur fehlt natürlich auch hier nicht.

Zudem gibt es aber auch Zugänge zum Wasser, die für die verschiedenen Sportarten geeignet sind. Der Surfer und auch spielende Kinder benötigen eher den ganz flachen Sandstrand, während der Segler einen Liegeplatz mit etwas Tiefgang bevorzugt. Übrigens sind bei den Kindern die Wasserspielplätze besonders beliebt. Dies ist oftmals ein flacher, gepflegter Sandstrand mit verschiedenen Spielgeräten wie Wasserkanonen oder Inseln. Das perfekte Terrain für allerlei Spiele der Kinder. Natürlich steht die Sicherheit hier auch an erster Stelle. So ist in diesem Bereich der Zugang zum "tiefen" Wasser meist abgesperrt, damit die Kleinen nicht zu weit hinauspaddeln. Schließlich hat das Spielen am Wasser seinen besonderen Reiz.
So finden Sie den richtigen Campingplatz

Surfen und Segeln

Aber auch für die Erwachsenen, die ihren Urlaub aktiv verbringen wollen, gibt es viele Angebote. Es werden meistens Surf- oder Segelkurse angeboten. Aber auch wer die Umgebung auf eigene Faust oder eigenen Kiel bei Tagestouren erkunden möchte, ist beim Wassersportcamping besonders gut aufgehoben. Ein Bootsverleih und auch Liegeplätze nebst Krananlage für das mitgebrachte Boot sind üblicherweise vorhanden. Selbst wenn der eigene PKW es nicht schafft, den Trailer mit dem Boot aus dem Wasser zu ziehen, kann schnell nachgeholfen werden. Der Platzbetreiber unterstützt gerne mit seinem Minitraktor oder Geländewagen. Für den Fall, dass am Boot selbst ein Schaden entsteht, oder man sein Wassergefährt um einige Features erweitern möchte, findet sich im Regelfall auch ein passendes Zubehörgeschäft in nächster Nähe zum Campingplatz.

Wassersport und Camping im Urlaub

Wassersportcamping ist mehr als die Addition zweier Freizeitbeschäftigungen - es ist die perfekte Symbiose zweier Welten. Diese Urlaubsvariante eignet sich nicht nur für Freizeitsportler, sondern gerade für Familien mit Kindern. Kaum eine andere Campingform bietet so viel Abwechslung auf so engem Raum.

Beliebte Reviere für Wassersportcamping

Die Niederlande, die das Wassersportcamping einst populär gemacht haben, bieten nach wie vor eine riesige Auswahl an Plätzen - besonders rund um das IJsselmeer und in der Provinz Friesland. In Deutschland sind die Mecklenburgische Seenplatte, der Chiemsee, der Bodensee und die Mritz Klassiker für Segler und Kanuten. An der dänischen Ostseeküste gibt es viele Plätze mit direktem Zugang zu flachen, kindgeeigneten Badebuchten. In Italien bietet der Gardasee erstklassiges Wind- und Kitesurfing - besonders um Tor bole und Malcesine wehen zuverlässig starke Winde. In Kroatien ist die Inselwelt der Kvarner Bucht ein Tipp für Segler, die mit dem eigenen kleinen Boot unterwegs sein wollen.

Wichtige Sicherheitshinweise

So viel Spaß Wassersport auch macht - Sicherheit geht vor. Rettungsweste ist für Kinder Pflicht, für Erwachsene auf kleineren Booten dringend empfohlen. Prüfen Sie vor jeder Tour die Wettervorhersage, besonders auf Seen kann das Wetter innerhalb einer Stunde kippen. Die kostenlose App des Deutschen Wetterdienstes oder Windy.com geben gute Übersichten über Wind und Gewitter. Für motorisierte Boote über 15 PS brauchen Sie in Deutschland einen Sportbootführerschein - auf vielen Seen gelten zusätzliche Beschränkungen. Kajak- und SUP-Anfänger sollten nicht allein auf offene Gewässer hinausfahren und am Anfang immer in Küstennähe bleiben. Eine wasserdichte Tasche für Handy und Schlüssel gehört in jede Bootstasche.

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