Insektenstiche im Urlaub

Text: D. D. E. / Letzte Aktualisierung: 06.07.2020

Biene auf einer Blume
Was tun bei Insektenstichen? - Foto: © gotoole - stock.adobe. com

Behandlung von Insektenstichen

Wenn die Temperaturen allmählich steigen sind auch die Plagegeister in Form von Mücken und anderen Insekten schnell wieder Teil des Alltags. Mückenstiche sind lästig, aber harmlos. Sticht jedoch eine Biene oder Wespe zu, kann es sehr unangenehm und auch gefährlich werden.

Was tun beim Bienenstich?

Mückenstiche haben wir alle immer wieder. Diese sind aufgrund des entstehenden Juckreizes zwar sehr lästig, aber ansonsten harmlos. Weitaus gefährlicher und schmerzhafter sind Stiche von Bienen oder Wespen. Sie können nicht nur höllische Schmerzen verursachen, sondern mitunter auch allergische Reaktionen auslösen.
Um Schlimmeres zu verhindern, sollte man einen solchen Stich umgehend behandeln. In erster Instanz muss der Stachel der Biene, der immer in der Haut zurückbleibt, mit einer Pinzette entfernt werden. Dabei sollte der anhängende Giftsack unberührt bleiben. Stellt sich bei der betreffenden Person eine allergische Reaktion ein, muss sofort der Notarzt verständigt werden. Allergische Reaktionen äußern sich zumeist durch großflächige Rötungen der Schwellung, Juckreiz am ganzen Körper, Übelkeit, Bauchschmerzen und fieberähnlichen Zuständen. Aber auch ohne allergische Reaktionen sollte der Stich weiter behandelt werden. Um größere Entzündungen zu vermeiden, sollte mit kalten Umschlägen oder Eis intensiv gekühlt werden. Das Aufbringen von Zitronensaft, Gurkenscheiben oder Zwiebeln kann wahre Wunder bewirken. Die Reiseapotheke sollte auch immer eine Pinzette und ein kühlendes Gel enthalten!

Insektenstiche im Mundraum

Der Stich eines Insekts im Mundraum kann lebensgefährlich sein. Nach einem Stich schwillt hier die Schleimhaut sofort stark an, die Atemwege können sich verengen oder ganz verschließen. Es besteht akute Erstickungsgefahr. Erste Anzeichen sind ein starker Schmerz nach dem Essen oder Trinken, angeschwollene Lippen und Zunge sowie pfeifende Atemgeräusche. Als erste Maßnahme sollten Eiswürfel gelutscht werden, um die Schwellung abklingen zu lassen. Zudem helfen kalte Umschläge im Hals- und Nackenbereich. In jedem Fall ist auch hier der Notarzt unverzüglich zu verständigen.

Insektenstichen vorbeugen

Gegen die oft schwerwiegenden Stiche von Bienen und Wespen kann man durchaus vorsorgen.

  • So ist es ratsam, sämtliche Getränke, die man im Freien zu sich nimmt, mit einem Strohhalm zu trinken. Flasche und Gläser sollten nach Möglichkeit verschlossen bleiben und mögliche Speise- und Verpackungsreste unverzüglich entsorgt werden.
  • Beim Essen und beim Trinken ist Aufmerksamkeit gefragt. Ein Blick auf das, was man gerade zu sich nimmt, kann schlimme Folgen verhindern.
  • Natürlich ist es immer sinnvoll, Orte, an denen viele Bienen und Wespen sind, zu meiden. Geschlossene Schuhe schützen vor Stichen in Füße und Knöchel.
  • Am Abend sollten die Lichtquellen gelöscht werden, da das Licht sämtliche Insekten anlockt.
  • Wer noch mehr Schutz braucht, trägt langärmelige Hemden und lange Hosen. Die Verwendung von speziellen Lotions oder Sprays zur Insektenabwehr macht den Schutz dann perfekt.

Insektenstiche - besonders von Bienen oder Wespen - sind kein harmloses Unterfangen. Im Notfall ist hier immer die Meinung eines Arztes gefragt. Ein paar Tipps zur Vorbeugung sollten in diesem Zusammenhang unbedingt beherzigt werden.

Bitte beachten Sie, dass wir hier nur allgemeine Tipps und Hinweise geben! Bei Fragen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!

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