Insektenstiche im Urlaub
Text: D. D. E. / Letzte Aktualisierung: 10.04.2026
Behandlung von Insektenstichen
Wenn die Temperaturen allmählich steigen sind auch die Plagegeister in Form von Mücken und anderen Insekten schnell wieder Teil des Alltags. Mückenstiche sind lästig, aber harmlos. Sticht jedoch eine Biene oder Wespe zu, kann es sehr unangenehm und auch gefährlich werden.
Was tun beim Bienen- oder Wespenstich?
Mückenstiche haben wir alle immer wieder. Sie sind aufgrund des entstehenden Juckreizes lästig, aber in unseren Breiten ansonsten harmlos. Weitaus schmerzhafter sind Stiche von Bienen oder Wespen. Sie können nicht nur heftige Schmerzen verursachen, sondern gelegentlich auch allergische Reaktionen auslösen.
Um Schlimmeres zu verhindern, sollte man einen solchen Stich umgehend behandeln. Ist ein Bienenstachel in der Haut stecken geblieben (Wespen lassen keinen Stachel zurück), entfernen Sie ihn am besten mit dem Fingernagel oder einer Scheckkarte durch seitliches Wegschaben. Eine Pinzette ist weniger ideal, weil sich dabei der Giftsack zusammendrücken und zusätzliches Gift in die Wunde gelangen kann. Anschließend den Stich sofort kühlen - mit Eis, kalten Umschlägen oder einem Kühlpack aus der Kunststoffhülle. Auch ein elektronischer Stichheiler, der die Einstichstelle kurz auf etwa 50 Grad erhitzt, kann den Juckreiz deutlich lindern, weil die Wärme die im Gift enthaltenen Eiweiße denaturiert. Er ist handlich und passt in jede Reiseapotheke.
Treten Zeichen einer allergischen Reaktion auf - großflächige Rötungen, Juckreiz am ganzen Körper, Atemnot, Schwindel, Übelkeit oder Kreislaufprobleme - muss sofort der Notruf (112 in Europa) verständigt werden. Allergiker sollten ihr Notfallset mit Antihistaminikum, Kortison und Adrenalin-Autoinjektor immer griffbereit haben. Die Reiseapotheke sollte neben kühlendem Gel auch ein antiallergisches Mittel enthalten.
Insektenstiche im Mundraum
Der Stich eines Insekts im Mundraum kann lebensgefährlich sein. Nach einem Stich schwillt hier die Schleimhaut
sofort stark an, die Atemwege können sich verengen oder ganz verschließen. Es besteht akute Erstickungsgefahr. Erste Anzeichen sind ein starker Schmerz nach dem Essen oder Trinken, angeschwollene Lippen und Zunge sowie pfeifende Atemgeräusche.
Als erste Maßnahme sollten Eiswürfel gelutscht werden, um die Schwellung abklingen zu lassen. Zudem helfen kalte Umschläge im Hals- und Nackenbereich. In jedem Fall ist auch hier der Notarzt unverzüglich zu verständigen.
Insektenstichen vorbeugen
Gegen die oft schwerwiegenden Stiche von Bienen und Wespen kann man durchaus vorsorgen.
- So ist es ratsam, sämtliche Getränke, die man im Freien zu sich nimmt, mit einem Strohhalm zu trinken. Flasche und Gläser sollten nach Möglichkeit verschlossen bleiben und mögliche Speise- und Verpackungsreste unverzüglich entsorgt werden.
- Beim Essen und beim Trinken ist Aufmerksamkeit gefragt. Ein Blick auf das, was man gerade zu sich nimmt, kann schlimme Folgen verhindern.
- Natürlich ist es immer sinnvoll, Orte, an denen viele Bienen und Wespen sind, zu meiden. Geschlossene Schuhe schützen vor Stichen in Füße und Knöchel.
- Am Abend sollten die Lichtquellen gelöscht werden, da das Licht sämtliche Insekten anlockt.
- Wer noch mehr Schutz braucht, trägt langärmelige Hemden und lange Hosen. Die Verwendung von speziellen Lotions oder Sprays zur Insektenabwehr macht den Schutz dann perfekt.
Insektenstiche - besonders von Bienen oder Wespen - sind kein harmloses Unterfangen. Im Notfall ist hier immer die Meinung eines Arztes gefragt. Ein paar Tipps zur Vorbeugung sollten in diesem Zusammenhang unbedingt beherzigt werden.
Bitte beachten Sie, dass wir hier nur allgemeine Tipps und Hinweise geben! Bei Fragen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!