Jetlag - der Körper spielt verrückt
Allgemein gilt, dass unser Körper für jede Zeitzone, die er zu überwinden hat, einen ganzen Tag zur Anpassung benötigt. Das heißt: Um zwei Stunden Zeitdifferenz wieder auszugleichen, braucht man im Normalfall zwei Tage. Verständlich, dass es mit Zeitverschiebungen von bis zu acht Stunden und mehr nicht einfacher wird. Im Klartext: Der Körper spielt verrückt und kommt mit der Zeitverschiebung erst einmal überhaupt nicht klar. Lesen Sie auch, was beim Druckausgleich in den Ohren nach dem Fliegen hilft.
In welche Richtung ist der Jetlag schlimmer?
Durch die Verkürzung von Tag oder Nacht sind Reisen Richtung Osten besonders unangenehm. Der Körper ist todmüde, da durch die lange Flugzeit praktisch die Nacht beziehungsweise der Tag vollständig wegfällt. Besonders zu spüren bekommt man diese Unannehmlichkeit, sobald drei oder mehr Zeitzonen überflogen werden. Der Schlaf-Wach-Rhythmus ist deutlich unterbrochen und das allgemeine Wohlbefinden sinkt auf den Nullpunkt. Bedenken Sie das vor allem beim Fliegen mit Kindern.
Was kann man gegen Jetlag tun?
Wirklich verhindern kann man den Jetlag nicht, abschwächen jedoch sehr wohl:
- Gönnen Sie sich vor Reiseantritt genügend Schlaf und starten Sie Ihre Reise ausgeruht.
- Verzichten Sie während des Fluges auf Alkohol, Kaffee oder schwarzen Tee und stellen Sie auch das Rauchen ein.
- Falls Sie darauf Einfluss haben: Versuchen Sie, Flüge zu vermeiden, die früh morgens ankommen.
- Nehmen Sie während des Fluges keine Schlaftabletten. Diese könnten eine Schläfrigkeit verursachen, die noch lange nach dem Aufwachen anhält.
- Selbst wenn Sie früh morgens landen und müde sind: Verkneifen Sie sich ein Nickerchen, sonst gestaltet sich die Anpassung an den neuen Tagesrhythmus nur noch schwieriger.
- Nehmen Sie während des Fluges genügend Flüssigkeit zu sich, damit der Körper nicht austrocknet - aber nichts Alkohol- oder Koffeinhaltiges.
- Versuchen Sie, sich so schnell wie möglich auf den Rhythmus des Ziellandes einzustellen.
- Besonders wichtig für den ersten Tag: Halten Sie sich tagsüber so viel wie möglich im Freien auf. Durch das Licht reagiert der Körper schneller auf den neuen Tagesrhythmus.
- Planen Sie für den ersten Tag noch kein Mammutprogramm, sondern lassen Sie es ruhig angehen. Etwas Bewegung und leichte Gymnastik nach dem Flug sind gut für den Kreislauf.
Ein oft diskutiertes Mittel gegen Jetlag ist Melatonin. Das körpereigene Schlafhormon ist in einigen Ländern (zum Beispiel den USA) rezeptfrei erhältlich und wird dort von vielen Vielfliegern genutzt, um den Schlaf-Wach-Rhythmus gezielt zu verschieben. In Deutschland ist Melatonin rezeptpflichtig; sprechen Sie gegebenenfalls vor einer Fernreise mit Ihrem Arzt. Gelegentlich helfen auch spezielle Jetlag-Apps, die einen persönlichen Anpassungsplan auf Basis von Reiseroute und Schlafverhalten erstellen.
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Bitte beachten Sie, dass wir hier nur allgemeine Tipps und Hinweise geben. Bei Fragen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens.




