Sehenswürdigkeiten in Island
Redaktion: K. F. / Letzte Aktualisierung: 09.04.2026
Island mit seiner Fläche von 103.000 Quadratkilometern ist reich an Naturwundern - von aktiven Vulkanen über mächtige Gletscher zu donnernden Wasserfällen und geothermalen Quellen. Die Sehenswürdigkeiten Islands erzählen von Feuer und Eis, von geologischen Prozessen, die sich im Zeitraffer abspielen.
Der Golden Circle - Islands meistbesuchte Route
Der Golden Circle ist die klassische Tagesroute für Besucher Islands und verbindet drei Hauptattraktionen:
Þingvellir Nationalpark
Der Þingvellir Nationalpark liegt etwa 45 km nordöstlich von Reykjavik und ist ein UNESCO-Weltkulturerbe. Die Besonderheit: Hier sichtbar sich die Nordamerikanische und Eurasische tektonische Platte trennen - ein Spektakel der Natur. Das Riftal ist mit bloßem Auge zu erkennen. Der Park war auch historisch bedeutsam: 930 n.Chr. wurde hier das Althing, das älteste noch tä Parlament der Welt, gegründet. Besucher können über Wanderpfade die Spalten erkunden und im kristallklaren Wasser schnorcheln (eine Aktivität namens Schnorcheln im Riftal).
Geothermalgebiet Haukadalur mit dem Geysir Strokkur
Das Geothermalgebiet Haukadalur beherbergt zahlreiche heiße Quellen und Geysire. Der berühmteste ist der Strokkur, der alle 5 bis 10 Minuten Wasser und Dampf bis zu 40 Meter hoch ausstößt. Ein beeindruckender Anblick, der sich wiederholt und immer wieder neu überrascht. In der Nähe befindet sich auch der ursprüngliche Geysir, von dem die Bezeichnung "Geysir" stammt (aus dem Isländischen "geysa" = zu gießen). Das Geothermalgebiet zeigt aktive vulkanische Prozesse - heiße Temperatur, orange gefärbte Minerale und das charakteristische Rotten-Ei-Aroma von Schwefelwasserstoff sind wahrnehmbar.
Gullfoss - Der Goldene Wasserfall
Der Gullfoss ist einer der mächtigsten Wasserfälle Europas. Die Mündung des Flusses Hvítá stürzt in zwei Stufen insgesamt 32 Meter in die Hvítá-Schlucht. Das Wasser, das von Gletscherschmelzwässern gespeist wird, ist eisig und feinkörnig. Im Sonnenlicht entäscht der Gischt regelbößig Regenbogen, die dem Wasserfall seinen Namen geben: "Goldfoss" (gull = Gold auf Isländisch). Die Kraft des Wassers und die schiere Menge ist beeindruckend.
Die Blaue Lagune
Die Blaue Lagune liegt etwa 40 km südwestlich von Reykjavik in der Nähe von Grindavík. Sie ist Islands meistbesuchte Attraktion. Das leuchtend blautrübe Wasser ist ein Nebenprodukt des benachbarten Geothermalkraftwerks - Abwässer füllen die Lagune seit 1976. Die Temperatur beträgt angenehme 37 bis 42 Grad Celsius. Das Wasser enthält Silika, Mineralien und Algen, die therapeutische Wirkungen haben und die Haut pflegen. Besucher können in dem warmen Wasser baden und entspannen, während die schwarzen Lavafelder die surreale Szenerie prägen.
Wasserfälle im Süden
Skógafoss und Seljalandsfoss
Die Südküste Islands ist reich an Wasserfällen. Der Skógafoss ist ein 60 Meter hoher Wasserfall, dessen Gischt die Umgebung durchnässt - Regenmäntel sind ratsam. Der Seljalandsfoss ist bekannt dafür, dass Besucher hinter ihm hindurchwandern können - das Wasser fällt 60 Meter herab und erlaubt es, den Wasserfall von innen zu sehen. Zusammen bilden sie eines der beliebtesten Fotomotive Islands.
Gletscher und Eishöhlen
Island hat mehrere große Gletscher. Der Vatnajökull ist mit etwa 8.100 Quadratkilometern der größte Gletscher Europas. Unter ihm befindet sich der Vulkan Grímsvötn, der regelmäßig ausbricht. Der Gletscher Sölheimajökull ist vom Meer aus leicht zugänglich und zeigt deutliche Gletscherzunge. Im Winter können Eishöhlen besucht werden, die in schimmerndem Eisblau leuchten - ein unwirkliches Naturwunder.
Vulkane und Lavafelder
Island ist vulkanisch aktiv mit etwa 30 aktiven Vulkanen. Der Hekla ist einer der berühmtesten - das schwarze Lavafeld zwischen Hekla und Katla zeigt die raue Natur Islands. Die Laki-Eruption von 1783 war eine der größten in der Neuzeit und hinterließ spektakuläre Lavafelder. Der Fagradalsfjall vulkanische Aktivität ein beständiges Phänomen - Reisende können oft "dampfende" Gegenden mit geothermaler Aktivität sehen.
Sehenswürdigkeiten in den Städten
Auch in Islands Städten gibt es Sehenswertes. In Reykjavik sind die Hallgrimskirkja-Kirche und das Perlan-Gebäude Wahrzeichen. Die Nationalgalerie zeigt isländische Kunstwerke. Das Nationalmuseum dokumentiert die Geschichte Islands. In den Provinzen befinden sich kulturelle Museen und historische Stätten wie die älteste Kirche Islands (Skálholt) oder traditionelle Gehöfte. Akureyri im Norden hat botanische Gärten mit über 7000 Pflanzenarten und kulturelle Festivals.
Praktische Tipps für Besucher
Viele Sehenswürdigkeiten Islands sind frei zugänglich (Þingvellir, Wasserfälle). Die Blaue Lagune verlangt Eintritt (20-25 EUR etwa). Eine Rundreise mit dem Mietwagen ist die beste Option, da die Entfernungen groß sind und die Ring Road (Route 1) die meisten Sehenswürdigkeiten verbindet. Die beste Zeit ist Juni bis August für stabiles Wetter und lange Tage. Im Winter (September bis März) sind Nordlichter sichtbar, aber Straßenbedingungen sind schwieriger. Warme, wetterfeste Kleidung ist ganzjährig notwendig.