Stonehenge - Steinernes Monument mit Gänsehaut-Effekt

Text: St. H. / Letzte Aktualisierung: 05.09.2020

Stonehenge England
Stonehenge, England - Ein Steinkreis in Großbritannien - Foto: © jesshe - stock.adobe. com

Sicher haben auch Sie schon mal von diesem sagenumwobenen Stonehenge gehört. Doch viele wissen gar nicht was es ist und wo es sich befindet. Das erklären wir Ihnen hier:

Was ist Stonehenge in England?

Stonehenge ist eines jener ganz, ganz raren Monumente auf der Welt, von denen man wirklich sagen kann, dass hier die Vorväter aus der Vergangenheit grüßen. Und wie sie grüßen! Schon von Weitem unübersehbar bilden die Felsmonolithen im Süden Englands einen imposanten Kreis und lassen die Menschen seit Generationen und Generationen rätseln, welche geheime Botschaft wohl in ihrer Anordnung verborgen ist. Mindestens seit 5000 Jahren stehen die Felsen in der Grafschaft Wiltshire dort, wo sie heute von wahren Invasionen von Besuchern angestaunt werden. Neueste Forschungen der Universität Sheffield deuten darauf hin, dass das Monument tatsächlich aber noch sehr viel älter ist als bislang angenommen. Umdenken ist möglicherweise auch angesagt, wenn es um die ursprüngliche Funktion des Monuments geht. Bislang glaubten die Forscher, dass Stonehenge einst "nur" eine Kultstätte für religiöse Zeremonien gewesen ist. Nun erhärtet sich aber zunehmend eine Theorie - wieder unter der Federführung der archäologischen Fakultät der Universität Sheffield - dass Stonehenge auch als Friedhof für Mitglieder der Herrschersippe gedient hat. Das waren seinerzeit übrigens noch NICHT die Windsors...

Wo liegt Stonehenge?

Weit freilich hätten es die Royals nicht, wenn sie einen Abstecher nach Stonehenge unternehmen wollten. Das Monument liegt rund 140 Kilometer östlich der britischen Hauptstadt London in Wiltshire, nahe der Ortschaft Amesbury und etwa 13 Meilen von der Stadt Salisbury. Und, es liegt nicht irgendwo versteckt, sondern die Felsen stehen auf einem Feld, das sowohl von der viel befahrenen A 303 als auch von der A 344 aus bestens zu sehen ist. Wer hier unvermittelt als Tourist vorbeikommt, könnte einen echten Schock bekommen. Wenn Stonehenge auch sehr gut zu sehen ist, so ist es doch nicht so einfach, es zu betreten.

Besuch in Stonehenge

Selbst wenn man während der offiziellen Öffnungszeiten anreist und brav seine Eintrittskarte löst, bedeutet das nicht, dass man zwischen den Steinen einfach so herumlaufen kann. Der Eintritt berechtigt lediglich dazu, auf das Gelände und in die Nähe der Steine zu gelangen. Wer eine intensivere Erfahrung wünscht, der muss sich einer Führung anschließen. Ein Tag im Jahr sollte als Besuchstermin unbedingt gemieden werden - der 21. Juni. An diesem Tag der Sonnenwende ist Stonehenge derart überlaufen, dass es regelmäßig zu stundenlangen Verkehrsstaus und langen Warteschlangen kommt. Wer also kein Druide ist, der meidet das Monument an diesem Tag. Wer dagegen geduldig ist und live erleben möchte, dass die Briten immer noch ein Volk von Exzentrikern sind, der macht sich früh auf den Weg und beobachtet bei Sonnenaufgang, wie viele Menschen mit langen Haaren und wallenden Gewändern sich hier zu innerer Einkehr versammeln. Einige kommen auch zum Gedenken an den großen Zauberer Merlin, der der Sage nach der Erbauer von Stonehenge sein soll. Darüber hinaus sollte man sich nichts mehr vornehmen. Wie gesagt, der Rückweg kann dauern.

Obwohl es nach und nach enträtselt wird, ist Stonehenge immer noch ein Ort voller Mystik und Magie. Wer nach dem Besuch noch nicht genug davon hat, der macht sich in das mittelalterliche Städtchen Lacock ganz in der Nähe von Stonehenge auf. Dort hat eine Familie namens Talbot seit 1539 ihren Stammsitz in der Abbey. Das Familiendomizil ist zumindest zum Teil weltberühmt - es diente als Kulisse für die Verfilmung von Harry Potter.
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