Urlaub mit Kindern

Text: C. E. / Letzte Aktualisierung: 10.04.2026

Familie im Urlaub
So wird der Urlaub mit Kindern erholsam - Foto: © luckybusiness - stock.adobe. com

Der Urlaub naht, die ganze Familie ist mehr als ferienreif, das Budget will verplant werden, doch so rechte Reisestimmung und Vorfreude wollen nicht aufkommen. Jeder will wo anders hin, hat eigene Wünsche und Erwartungen und eh man sich versieht, ist man schon mittendrin im schönsten Streit. "Das kann ja was werden..." seufzt das Familienoberhaupt und möchte am liebsten alles wieder absagen. Wie es trotzdem eine gelungene, erholsame Familienzeit wird, wird im Folgenden angeregt.

Tipps für das Reisen mit Kindern

Als kinderloses Paar einigt man sich ja relativ schnell, aber nun will auch der Nachwuchs angehört werden. Natürlich heißt das nicht, dass der Urlaub ganz nach den Wünschen der Kinder gestaltet wird, aber die Chance, die eigenen Vorstellungen zu äußern erhöht die Kompromissbereitschaft enorm. Das letzte Wort haben selbstverständlich die Eltern. Die Erfüllung aller Erwartungen wird kaum umzusetzen sein, aber ein wenig sollte schon jeder auf seine Kosten kommen. Mama und Papa wollen in die Berge, der Junior will Badeurlaub? Vielleicht gibt's ja ein Spaßbad in der Nähe des Reiseziels? Mama will nicht schon wieder 14 Tage lang kochen und die Ferienwohnung putzen, im Hotel ist es aber zu langweilig und zu "gesittet" für die Kleinen? Manche Hotelanlagen verfügen über externe Ferienhäuser (die wie Hotelzimmer regelmäßig gereinigt werden) und offerieren ihren Gästen dennoch optionale Vollversorgung. Als Faustregel kann man Folgendes anwenden: Jedem Familienmitglied stehen im Urlaub ein oder zwei (realisierbare) Wünsche offen, die dann auch erfüllt werden. Während Mama eine Wellnessanwendung genießt, fährt Papa mit dem Nachwuchs in den Vergnügungspark, am nächsten Tag darf er dann zum Hochseeangeln, während die Kinder mit Mama im Streichelzoo sind. Im Urlaub braucht jeder vor allem eines: etwas Zeit, um ganz allein die Seele zu pflegen. Kein noch so stabiles Familiengefüge erträgt es unbeschadet, wenn alle 14 Tage lang ununterbrochen aufeinander hocken.

Reiseplanung für Urlaubsreisen mit Kindern

Auch wenn die Eltern sich nun endlich den Traum von Mexico erfüllen wollen, lohnt sich die Überlegung, ob sie ihr Kleinkind mit einem mehrstündigen Flug nicht doch überfordern. Bewährt haben sich bei Urlaubsreisen mit kleineren Kindern regelmäßig solche Ziele, die innerhalb von 4-5 Autostunden erreichbar sind. So kann man im schlimmsten Notfall (ernste Erkrankungen, Unfälle u.ä.) auch relativ schnell wieder heim. Wer auf Bus, Bahn, Flieger oder Schiff setzt, muss sich auf einen erhöhten logistischen Aufwand und verständnislose Mitreisende einstellen und benötigt ausgesprochen stabile Nerven, wenn er neben Kinderwagen, Tragetasche, Reise- und Handgepäck auch noch den Nachwuchs im Griff behalten muss. Nach 2 bis 3 Stunden brauchen die großen und kleinen Reisenden eine erste Pause, die eher zu lang als zu kurz ausfallen sollte. Ob sich die Strapaze einer Nachtfahrt (während der die Kinder dann hoffentlich schlafen) und ein verkaterter erster Urlaubstag wirklich lohnen, muss jeder selbst entscheiden. Ausreichend Wasser, kleine Snacks wie Obst, Traubenzucker oder Vollkornkekse und eine Auswahl an Hörspielen auf Tonie, Tiptoi oder Tablet verkürzen die An- und Abreise. Ein paar heruntergeladene Kinderfilme oder Hörspiele sollten offline verfügbar sein - im Auto oder Flugzeug kann man sich nicht auf stabiles Internet verlassen. Für lange Strecken haben sich auch Reisespiele wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder Kennzeichenraten bewährt; sie kosten nichts und halten die Stimmung locker.
Weitere Tipps für die Reiseplanung

Kinderbetreuung im Urlaub: Großeltern oder doch lieber Kinderclub?

Wer Cluburlaub bucht, kann dort auch auf die Möglichkeiten der Kinderbetreuung zurückgreifen. Die Versuchung ist allerdings groß, die Kinder dort von früh bis spät zu parken, um endlich einmal Zeit für sich zu haben. Dabei geht es doch gerade um die gemeinsame Familienzeit, die auch Kinder oft im Alltag vermissen. Wer Oma und Opa als Begleitung im Urlaub dabei hat, kann diese sicher für gelegentliche Alleingänge mit den Enkeln gewinnen - aber auch Senioren haben ihre eigenen Urlaubswünsche. Ein guter Kompromiss: feste Zeitfenster für den Kinderclub (etwa vormittags drei Stunden) und den Rest des Tages gemeinsam verbringen. So bekommen beide Seiten ihre Auszeit und der Nachmittag bleibt für Strand, Pool oder Ausflüge.

Das muss ins Gepäck

Für einen entspannten Urlaub mit Kindern sollte man ein paar Dinge nicht vergessen: Kinderreiseapotheke mit Fiebersaft, Pflastern und Mitteln gegen Reiseübelkeit, Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 50 für Kinderhaut), eine UV-Badebekleidung für den Strand, und für kleinere Kinder das vertraute Kuscheltier und eine gewohnte Decke. Bei Auslandsreisen gehört auch der Impfpass mit, damit alle Impfungen im Notfall dokumentiert sind. Vergessen Sie nicht die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) und bei Fernreisen eine separate Auslandsreisekrankenversicherung, die Kinder oft kostenlos mitversichert.

Medien und Bildschirmzeit

Im Urlaub dürfen die üblichen Medienregeln auch mal gelockert werden - gerade auf langen Anreisen rettet ein Tablet oft den Familienfrieden. Sinnvoll ist trotzdem, feste Zeiten zu vereinbaren, damit das Kind nicht den ganzen Strandtag am Bildschirm hängt. Am Abend hilft ein gemeinsames Ritual wie Kartenspiel, Strandspaziergang oder ein Eis an der Promenade dabei, dass die Kinder den Tag runterfahren und besser einschlafen. Wer auf Nummer sicher gehen will, aktiviert vorab die Kindersicherung auf dem Tablet oder lädt offline-nutzbare Lern- und Spiele-Apps herunter.

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