Wünsche aller unter einen Hut bringen
Als kinderloses Paar einigt man sich schnell, aber nun will auch der Nachwuchs gehört werden. Das heißt nicht, dass der Urlaub ganz nach den Wünschen der Kinder gestaltet wird - das letzte Wort haben die Eltern - aber die Chance, eigene Vorstellungen zu äußern, erhöht die Kompromissbereitschaft enorm. Als Faustregel: Jedem Familienmitglied stehen ein oder zwei realisierbare Wünsche offen, die dann auch erfüllt werden. Während Mama eine Wellnessanwendung genießt, fährt Papa mit dem Nachwuchs in den Vergnügungspark; am nächsten Tag ist es umgekehrt. Denn im Urlaub braucht jeder etwas Zeit für sich - kein Familiengefüge erträgt es unbeschadet, 14 Tage ununterbrochen aufeinanderzuhocken.
Reiseplanung mit Kindern
Anreise und Reiseziel
Auch wenn die Eltern sich den Traum von Mexiko erfüllen wollen - ein mehrstündiger Flug überfordert ein Kleinkind schnell. Bewährt haben sich Ziele, die in 4 bis 5 Autostunden erreichbar sind, damit man im Notfall rasch wieder zu Hause ist. Nach 2 bis 3 Stunden brauchen große und kleine Reisende eine Pause, die eher zu lang als zu kurz ausfallen sollte. Ausreichend Wasser, kleine Snacks und offline verfügbare Hörspiele oder Kinderfilme auf Tonie, Tiptoi oder Tablet verkürzen die Fahrt - ebenso klassische Reisespiele wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Weitere Tipps gibt es in unserem Bereich Reiseplanung.
Kinderbetreuung: Großeltern oder Kinderclub?
Wer Cluburlaub bucht, kann die Kinderbetreuung nutzen - die Versuchung ist aber groß, die Kinder von früh bis spät dort zu parken. Dabei geht es doch um die gemeinsame Familienzeit. Sind Oma und Opa dabei, lassen sie sich sicher für gelegentliche Ausflüge mit den Enkeln gewinnen, haben aber auch eigene Urlaubswünsche. Ein guter Kompromiss sind feste Zeitfenster für den Kinderclub (etwa vormittags drei Stunden) und der Rest des Tages gemeinsam.
Das muss ins Gepäck
Für einen entspannten Urlaub mit Kindern gehören dazu: eine Kinderreiseapotheke mit Fiebersaft, Pflastern und Mitteln gegen Reiseübelkeit, Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 50 für Kinderhaut), UV-Badebekleidung sowie für die Kleinen das vertraute Kuscheltier und eine gewohnte Decke. Bei Auslandsreisen gehören der Impfpass, die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) und bei Fernreisen eine Auslandsreisekrankenversicherung mit, die Kinder oft kostenlos mitversichert.
Medien und Bildschirmzeit
Im Urlaub dürfen die üblichen Medienregeln auch mal gelockert werden - auf langen Anreisen rettet ein Tablet oft den Familienfrieden. Sinnvoll bleibt es, feste Zeiten zu vereinbaren, damit das Kind nicht den ganzen Strandtag am Bildschirm hängt. Am Abend hilft ein gemeinsames Ritual wie Kartenspiel, Strandspaziergang oder ein Eis an der Promenade beim Runterkommen. Wer sichergehen will, aktiviert vorab die Kindersicherung oder lädt offline nutzbare Lern- und Spiele-Apps herunter.





