Reiseapotheke für Kinder und Babys

Text: C. v. B. / Letzte Aktualisierung: 10.04.2026

Eine Reiseapotheke für Kinder
Was sollte die Reiseapotheke für Kinder enthalten? - Foto: © New Africa - stock.adobe. com

Das gehört in die Reiseapotheke für Babys und Kinder

Wenn man in den wohlverdienten Urlaub fährt, denkt man in erster Linie an Sommer, Sonne, Strand oder Berge. Auch wenn niemand gerne an Unfälle oder Krankheiten denken mag, sollte man gerade auf Reisen für den Fall der Fälle gewappnet sein. Kinder leiden besonders, wenn sie längere Zeit nicht an den Urlaubsaktivitäten der Familie teilnehmen können. Um diese Problematik zumindest etwas zu lindern, sollte man die Reiseapotheke nicht vergessen und bei deren Bestückung besonders Kinder berücksichtigen. Denken Sie auch an die Reiseimpfungen!

Mittel gegen Sonnenbrand & Insektenstiche

Eines der größten Probleme ist im Urlaub wohl immer wieder der Sonnenbrand. Gerade Kinder vergessen beim Spiel, sich erneut gegen die gefährliche Sonneneinstrahlung zu schützen. So gehört grundsätzlich ein Mittel gegen leichte Verbrennungen in die Reiseapotheke für Kinder. Da gerade in den Sommermonaten blutsaugende Quälgeister ihr Unwesen treiben, ist es ratsam, eine Salbe gegen Insektenstiche und deren unangenehmen Auswirkungen im Gepäck zu haben. Letztere lindert auch die brennenden und juckenden Symptome des Sonnenbrandes. Das kann vor allem nachts besonders hilfreich sein. Im Zusammenhang mit Insekten sei noch erwähnt, dass Eltern auch unbedingt eine Zeckenkarte und die nötigen Informationen über den Umgang mit ihnen parat haben sollten.

Pflaster und Wundsalbe

Jeder kennt es: Einmal nicht aufgepasst, schon fällt ein Kind hin und weint über Schürf- und Kratzwunden. Hier hilft der sofortige Einsatz einer Wund- und Heilsalbe, nachdem man die Wunde vorsichtig gereinigt hat. Übrigens: Auch wenn aus der Wunde kein Blut austritt, leisten Heftpflaster mit bunten Motiven einen sehr effektiven, psychologischen Dienst!

Verdauungsprobleme und Flüssigkeitsverlust

Sowohl die Klimaumstellung am Urlaubsort als auch die ungewohnte Küche der Region können schnell zu Verdauungsproblemen führen. Zusätzlich belasten Aufregung und die Reise selbst den kindlichen Organismus, der oft mit leichtem Fieber oder Kopfschmerzen reagiert. Neben einem für Kinder geeigneten Schmerz- und Fiebermittel (Paracetamol- oder Ibuprofensaft in der passenden Dosierung) sollte vor allem eine Elektrolytmischung zur oralen Rehydratation mit ins Gepäck. Gerade bei kleinen Kindern kann ein Durchfall schnell zu gefährlichem Flüssigkeitsverlust führen - ein fertiges Pülverchen aus der Apotheke gleicht den Mineralhaushalt rasch wieder aus. Bei chronisch erkrankten Kindern ist die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ein absolutes Muss - und zwar vor Reiseantritt. Die Symptome können unter den veränderten Umständen am Urlaubsort intensiver auftreten. Zur Reiseapotheke gehören daher auch alle Medikamente, die zur Dauermedikation benötigt werden, etwa Insulin oder Asthmasprays - und zwar in ausreichender Menge für die gesamte Reisedauer plus Reserve.

Spezielles für Babys

Bei Säuglingen und Kleinkindern lohnt ein genauerer Blick auf die Reiseapotheke. Eine Kochsalzlösung als Nasenspray oder -tropfen hilft bei verstopfter Nase, gerade nach Flugreisen oder in klimatisierten Räumen. Eine Wund- und Heilsalbe mit Zink beruhigt einen wunden Babypo, falls der Stuhlgang sich verändert. Auch Zähnungsgel, das gewohnte Fieberzäpfchen und - sofern schon nötig - ein Beissring gehören dazu. Wer mit einem Säugling in sonnenreiche Regionen reist, sollte zudem eine mineralische Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor dabei haben, da Babyhaut besonders empfindlich reagiert.

Auch das gehört in die Reiseapotheke für Kinder:

  • Mittel gegen Reiseübelkeit (ab dem geeigneten Alter)
  • Elektrolytpulver zur Rehydratation
  • Tee gegen Blähungen (Anis-, Fenchel- oder Kümmeltee)
  • Fieberthermometer (digital, mit flexibler Spitze)
  • Desinfektionsmittel für kleine Wunden
  • Zeckenzange oder Zeckenkarte
  • Mund-Nasen-Tropfen auf Kochsalzbasis
  • Impfpass und Kopie der Krankenversicherungskarte

Vorsicht: Zoll

Bevor man seine Reiseapotheke packt, ist es empfehlenswert sich über die Einfuhrbestimmungen des entsprechenden Urlaubslandes zu informieren, besonders, wenn man Medikamente benötigt, die vom Standard abweichen. Hier helfen die Touristikvereine, Flughafeninformationen und auch die Konsulate gerne weiter.

"Erste Hilfe Kurs" ist empfehlenswert

Abschließend bleibt zu erwähnen, dass die Liebe und Zuneigung der Eltern die wichtigsten Medikamente überhaupt sind. Mit Streicheleinheiten sowie lieben Worten ist oft mehr erreicht als mit operativer Hektik. Um diese zu vermeiden, könnte man auch im Vorfeld über die Teilnahme an einem "Erste Hilfe Kurs" nachdenken, der speziell auf kindliche Bedürfnisse abgestimmt ist. Denn wer sicher ist, in dem was er macht, wird auch ruhig bleiben in dem, was er tut. Erfahren Sie bei uns auch was in die Reiseapotheke für Erwachsene gehört.

Bitte beachten Sie, dass wir hier nur allgemeine Tipps und Hinweise geben! Bei Fragen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!

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