Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg besuchten von Januar bis März 2026 rund 0,9 Millionen Gäste das Land Brandenburg. Das waren 2,7 % mehr als im Vorjahresquartal. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 1,4 % auf 2,2 Millionen. Gegenüber dem Vorkrisenquartal Anfang 2019 liegt das Land damit bei den Gästen um 6,1 % und bei den Übernachtungen um 3,6 % im Plus.
Getragen wird der Tourismus weiterhin von Reisenden aus dem Inland: Deutsche Gäste buchten 92 % aller Übernachtungen. Bei den ausländischen Gästen ist Polen mit 49.926 Übernachtungen das wichtigste Herkunftsland (27,3 % aller Auslandsübernachtungen), gefolgt von den Niederlanden (12.027) und den USA, die mit 9.068 Übernachtungen ein kräftiges Plus von 33,1 % verzeichneten.
Die beliebtesten Reiseregionen (Übernachtungen, Q1 2026)
Inlandsgäste tragen den Tourismus
Getragen wird der Brandenburg-Tourismus ganz klar von Reisenden aus dem Inland: Deutsche Gäste sorgten für 92 % aller Übernachtungen. Ihre Zahl stieg um 2,7 %, die Übernachtungen um 1,9 %. Bei den ausländischen Gästen ist das Bild gemischt: Zwar kamen 3,9 % mehr Besucherinnen und Besucher, sie blieben aber im Schnitt kürzer, sodass ihre Übernachtungen um 4,3 % zurückgingen. Für ein Flächenland, das mit Seen, Radwegen und Natur statt großer Städtetrip-Highlights wirbt, ist diese starke Inlandsorientierung typisch.
Unter den ausländischen Märkten bleibt das Nachbarland Polen mit Abstand am wichtigsten: 49.926 Übernachtungen entfielen auf polnische Gäste, das sind 27,3 % aller Auslandsübernachtungen. Es folgen die Niederlande (12.027, +4,6 %) und die USA, die mit 9.068 Übernachtungen und einem Plus von 33,1 % den stärksten Zuwachs verzeichneten.
Seenland vorn, Potsdam mit kräftigem Plus
Bei den Reiseregionen liegt das wasserreiche Seenland Oder-Spree mit 366.187 Übernachtungen (−0,9 %) vorn, knapp gefolgt von der Brandenburgischen Seenplatte (328.716, +2,0 %) und dem Dahme-Seenland (304.705, −1,4 %). Den größten Sprung machte die Landeshauptstadt Potsdam: Mit 253.283 Übernachtungen und einem Plus von 7,4 % war sie der dynamischste Standort des Quartals - ein Hinweis darauf, dass Städtereisen rund um Schloss Sanssouci und die historische Innenstadt weiter an Beliebtheit gewinnen.
Insgesamt standen den Gästen 1.327 Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Betten sowie 70 Campingplätze zur Verfügung. Die Bettenauslastung lag im Winterquartal erwartungsgemäß niedrig bei 29,7 % - das erste Quartal mit seinen kurzen Tagen und dem kühlen Wetter ist traditionell die schwächste Reisezeit des Jahres.
Stärker als vor der Pandemie
Besonders bemerkenswert ist der Vergleich mit der Zeit vor der Corona-Pandemie: Gegenüber dem ersten Quartal 2019 zählt Brandenburg heute 6,1 % mehr Gäste und 3,6 % mehr Übernachtungen. Während viele städtische Reiseziele noch um die Rückkehr internationaler Gäste ringen, hat das naturnahe Reiseland Brandenburg die Krise also nicht nur aufgeholt, sondern übertroffen - auch, weil der Trend zu Urlaub vor der eigenen Haustür anhält.



