Türkei: Sigmar Gabriel sieht Reisen kritisch

Von Türkeireisen wird abgeraten

Strand in der Türkei

Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei verschlechtern sich dieser Tage stetig. Durch wiederholte Festnahmen und Inhaftierungen deutscher Staatsbürger in der Türkei sowie die feindlichen Äußerungen türkischer Medien und Politiker gegenüber Deutschland wurden immer neue Diskussionen entfacht. Nun äußerte sich auch Außenminister Sigmar Gabriel zum Thema Reisen in die Türkei.

Eine Reise muss wohlüberlegt sein

Wer in diesen Tagen in die Türkei reisen möchte, sollte dieses Vorhaben sehr genau überdenken, so Gabriel in einem Interview mit der Bild. Dass insbesondere Journalisten in der Türkei größeren Gefahren ausgesetzt sind, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch andere Reisende unter dem zunehmend schlechten Klima leiden könnten. Es genüge, dass der Hotelbesitzer in der Türkei die Vermutung äußere, einer seiner Gäste sei ein Anhänger der „Gülen“ Bewegung, um Schwierigkeiten mit den türkischen Behörden heraufzubeschwören. Davon abgesehen rät auch das Auswärtige Amt sowohl Geschäfts- als auch Privatreisende zu besonderer Vorsicht in der Türkei.

Wenig Hoffnung für derzeit inhaftierte Deutsche

Für die betroffenen Deutschen, die derzeit in türkischen Gefängnissen festgehalten werden, dürfte sich die Situation in den nächsten Wochen kaum bessern. Auch hier äußerte sich Gabriel wenig optimistisch. Dass die Inhaftierten grundlos festgehalten würden und es keine Hinweise auf eine baldige Freilassung gibt, sollte Reisende zu besonderer Vorsicht mahnen. Wer dennoch in die Türkei reisen möchte, sollte sich daher vorab mit dem Auswärtigen Amt in Verbindung setzen und sich in spezielle Listen eintragen lassen.

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