Nepal: Mount Everest nun doch wieder freigegeben

Das Wort Urlaub

Viel Kritik musste die Regierung Nepals einstecken, als sie erst vor Kurzem beschloss: Nicht jeder darf künftig den Mount Everest besteigen. Zu gefährlich schien es, auch Blinde und Behinderte mit der rauen Umgebung zu konfrontieren. Jetzt aber ist offensichtlich wieder Schluss mit dem Verbot. Das Oberste Gericht nämlich hat die Einschränkungen vorerst wieder aufgehoben.

Unfallverhütung als eigentliches Ziel

Im Grunde geht es der Regierung Nepals darum, die Anzahl an Unfällen rund um den Mount Everest zu verringern. Dass Besucher mit starken Einschränkungen wie Amputationen oder auch starken Sehschwächen bis hin zur Blindheit den Berg nicht mehr besteigen durften, war die Konsequenz. Nun aber stellt sich heraus: Dieses eigentlich so verantwortungsbewusste Verbot lässt sich nicht mit der Verfassung Nepals vereinen. Aus diesem Grund hat das Oberste Gericht die Verbotsregelung gestoppt und verlangt nach weiterer Klärung.

Behinderte sind nicht unbedingt gefährdeter

Kläger, die sich gegen das Verbot aussprachen und vor Gericht zogen, merkten an, dass das Verbot die Menschenrechte beschränke. Auch sahen sie eine mögliche Diskriminierung behinderter Menschen und klagten. Dass das Gericht nun ihrer Meinung zu sein scheint, lässt Kritiker des Verbots jubeln. Sie nämlich sind sich sicher: Wer behindert ist, kann dennoch über große Fähigkeiten beim Besteigen von Bergen verfügen. Wie es nun weitergeht, bleibt abzuwarten. Im nächsten Schritt muss die Regierung schlüssig begründen, warum ein Verbot dennoch wichtig ist.

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Foto: © racamani