Gesundheitsgefahr: Gelbfieber-Fälle in Brasilien

Eine Zeitung

Das Gelbfieber gilt als Erkrankung, die Brasilien Touristen in den vergangenen Jahren eher weniger fürchten mussten. Jetzt aber scheint sich das geändert zu haben, denn im südamerikanischen Land ist das Virus wieder auf dem Vormarsch. Reisende sollten jetzt besonders vorsichtig sein und sich vor dem Urlaub besser impfen lassen. (Infos über Reiseimpfungen)

Deutsche Touristen betroffen

Wie das Robert-Koch-Institut bekannt gab, infizierten sich in jüngster Zeit gleich drei deutsche Touristen mit Gelbfieber. Ort der Ansteckung war die Insel „Ilha Grande“. Während einer der Betroffenen trotz zügiger Behandlung verstorben ist, konnten die beiden anderen Erkrankten geheilt werden. Dass es sich bei diesen Fällen um die ersten Gelbfieber-Infektionen bei Deutschen seit 1999 handelt, lässt aufhorchen. So empfehlen Experten eine Impfung für alle, die in nächster Zeit nach Brasilien reisen.

Was bei einer Gelbfieber Infektion passiert

Das Gelbfieber wird von weiblichen Stechmücken übertragen. Nach dem Stich vermehren sich die Erreger im Körper des Infizierten zunächst während einer Inkubationszeit von drei bis sechs Tagen. Dann kommt es zu schweren, grippeähnlichen Symptomen und Fieber. Oft leiden Betroffene auch an Bindehautentzündungen. Im weiteren Verlauf werden auch die inneren Organe vom Gelbfieber beeinträchtigt und Leber sowie Niere verlieren ihre Funktionsfähigkeit. Blutungen der Haut und der Organe sind ebenfalls möglich. Auch wenn das Gelbfieber leicht verlaufen kann, ist eine Impfung absolut zu empfehlen. Einmal ausgebrochen nämlich gibt es keine passenden Medikamente und es kann nur noch symptomatisch gegen die Infektion vorgegangen werden.

Evtl. besuchen Sie ja lieber das nahegelegene Peru. Auch dort ist es wunderschön.

Foto: © Zerbor