Flugausfälle: 2017 war ein Rekordjahr

Flugzeug am Himmel

Die Vorfreude auf den anstehenden Urlaub verfliegt im wahrsten Sinne des Wortes schnell, wenn wenige Stunden vor dem Abflug der geplante Flug gecancelt wird. Doch nicht nur Urlauber leiden unter Flugstreichungen, denn auch für Geschäftsreisende bedeutet der Wegfall ihrer Verbindung meist Unannehmlichkeiten. Auch wenn Fluggesellschaften stets bemüht darum sind, möglichst wenige Flüge streichen zu müssen, gab es im vergangenen Jahr eine überraschend hohe Ausfallquote.

Air Berlin als Hauptschuldiger

Wie das Fluggastrechteportal EU Claim bekanntgab, fielen im Jahr 2017 rund 21.918 Flüge aus, bei denen Deutschland Start- oder Zielland war. So viele Ausfälle gab es noch nie zuvor. Im Jahr 2015 lag der Wert noch bei 18.713 Flügen, während sich die Anzahl in 2016 der kritischen Rekordmarke mit 20.477 ausgefallenen Flügen bereits deutlich näherte. Außerdem kristallisierte sich heraus, dass vor allem die inzwischen insolvente Fluggesellschaft Air Berlin viele Flugstreichungen – rund 6.156 –verursacht hat. Besonders stark betroffen hiervon war die Verbindungsstrecke zwischen Köln und Berlin Tegel.

Auch Verspätungen waren häufig

Abgesehen von vollständig gestrichenen Flügen zählte EU Claim außerdem 6.621 Flugverspätungen, womit die Vorjahresmarke um knapp 1.000 verspätete Flüge überschritten wurde. Zu den Fluggesellschaften mit den meisten Verspätungen gehörten die Lufthansa, Ryanair und Eurowings. Am häufigsten mit Verspätungen rechnen mussten Fluggäste, wenn sie von Düsseldorf nach Mallorca fliegen wollten. Ob besagte Fluglinien in diesem Jahr einem solideren Plan folgen werden, bleibt abzuwarten.

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Foto: © MO:SES