Maltareisende müssen künftig auf das „Azure Window“ verzichten

Nachricht über das Azure Window auf Malta

Die meisten Urlaubsorte haben typische Sehenswürdigkeiten zu bieten, die sie zu unverwechselbaren und vor allem beliebten Zielen machen. Der schiefe Turm von Pisa, der Grand Canyon und auch die Oper von Sydney zählen zweifellos zu solchen Besonderheiten. Lange Zeit galt dies auch für einen steinernen Bogen auf der Insel Malta. Das „Azure Window“, wie das Naturgebilde auch genannt wurde, ist nun jedoch verschwunden.

Natürliche Ursachen sind schuld

Auf Malta herrscht in diesen Tagen große Traurigkeit. Das „Azure Window“, ein großes Felsentor auf der Insel Gozo, das über Jahre hinweg als Touristenmagnet galt, ist eingestürzt. Hier ist jedoch nicht der Mensch verantwortlich, sondern die Natur selbst. Wie der Ministerpräsident Joseph Muscat bekanntgab, war schon seit Längerem bekannt, dass ein natürlicher Zersetzungsprozess stattfand, der dem Felsentor seine Stabilität nahm.

Absehbar, aber dennoch traurig

Starke Winde, die vom Mittelmeer aus auf die Insel trafen, brachten den Bogen letztlich zum Einsturz. Erst im Januar 2017 entschieden sich die Behörden vor Ort dazu, das Betreten des Felsbogens zu verbieten und stellten es sogar unter Strafe. Besucher, die Malta nun besuchen, werden auf Gozo zwar kein Felsentor mehr finden, können sich aber weiterhin an der natürlichen Schönheit des Inselstaates erfreuen. Malta selbst wird sein einstiges Wahrzeichen aber sicherlich nicht so bald vergessen.

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