Nach Verhaftung: Das sollten Reisende in Dubai berücksichtigen

Zeitung mit Verbrauchertipps

Seit dem 15. Juli 2017 wird der Schotte Jamie Harron in Dubai festgehalten. Der Grund: In einer Bar berührte er einen Mann versehentlich an der Hüfte und wurde daraufhin verhaftet. Sowohl Alkoholkonsum als auch Erregung öffentlichen Ärgernisses werden ihm nun vorgeworfen. Der Schotte muss im schlimmsten Fall mit einer Haftstrafe von rund drei Jahren rechnen. Viele Urlauber fragen sich nun, worauf sie bei einer Dubai-Reise besonders achten müssen.

Alkohol, Kamera und Körperkontakt

Strafbar ist der Konsum von Alkohol in Dubai nur dann nicht, wenn Touristen in Bars feiern, die eine spezielle Ausschank-Lizenz besitzen. Wer nach dem Barbesuch betrunken durch die Straßen der Stadt schlendert, macht sich jedoch strafbar. Auch das Genießen von Alkoholika in Privathaushalten kann zum Problem werden, denn hier fehlt die geforderte Lizenz zumeist.

Mit der eigenen Kamera den Urlaub festzuhalten, ist im Prinzip nicht falsch oder verboten. In Dubai jedoch sollten Touristen darauf achten, keine Militär-Mitarbeiter, Polizisten oder Soldaten und auch keine Gebäude der Regierung oder des Militärs zu fotografieren. Wer hierbei erwischt wird, muss sich vor Gericht verantworten.

Ebenfalls schwierig kann es sein, wenn es zu unbeabsichtigtem (oder beabsichtigtem) Körperkontakt mit Einheimischen kommt. Insbesondere wenn Touristen Personen des gleichen Geschlechts berühren, droht Haft. Der Grund: In den Vereinigten Arabischen Emiraten wird Homosexualität auch heute noch als Straftat gehandelt.

Vorsicht mit religiösen Symbolen

Selbstverständlich bringen viele Touristen auch ihre eigene religiöse Einstellung mit nach Dubai. Sie jedoch öffentlich zur Schau zu stellen und mit einer Bibel oder einem deutlich sichtbaren Kreuz durch die Straßen zu gehen, könnte den Verdacht der Missionierung auf den Plan treten lassen. Gefährlich werden kann es auch, wenn Touristen Witze über Mohammed oder Allah gerissen werden. Am besten ist es daher, der muslimischen Religion gegenüber äußerst respektvoll zu agieren.

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