Australien: Ausflugsmöglichkeiten eingeschränkt

Great Barrier Reef teilweise gesperrt

Eine Zeitung

Reisende, die in den nächsten Tagen Australien erkunden wollen und auch die Inseln des Great Barrier Reef besuchen möchten, müssen derzeit mit Einschränkungen rechnen. Insgesamt zehn Inseln nämlich sind aktuell für Besucher gesperrt und werden dies vermutlich noch bis zum 12.6.2018 bleiben. Unter anderem eingeschlossen sind in das Verbot Teile der Franklin Islands und die Barnard Inseln. Auch die Gründe für die Sperrung sind bekannt.

Ratten verdrängen Touristen

Urlauber kommen vor allen Dingen wegen der unberührten Natur auf die Inseln. Hier sind nicht nur Vogelbeobachtungen möglich, denn auch Wale lassen sich vom Ufer aus sichten. Eine Tierart aber ist sogar in diesem, naturverbundenen Umfeld eher unerwünscht: Ratten. Dass es aktuell zu einer regelrechten Rattenplage gekommen sein soll, zwingt die Verantwortlichen nun zum Handeln. Denn Ratten sind auch für die Tiere vor Ort ein Problem. So kommt es vor, dass sie nicht nur die Eier brütender Vögel stehlen und zerstören, sondern auch den Vogelnachwuchs als Nahrungsquelle nutzen.

Wie Ratten auf die Inseln gelangen

Es scheint im ersten Moment unklar, wie es Ratten über das Meer hinweg auf die Inseln des Great Barrier Reef geschafft haben. Wer sich jedoch mit der Thematik beschäftigt, wird sein Wissen schnell auf Vordermann gebracht haben. So nutzen die Nager Treibgut, um trocken an das gegenüberliegende Ufer zu gelangen und lassen sich dort nieder. Auch Boote, die eigentlich für Touristen gedacht sind, könnten die Ratten als „blinde Passagiere“ genutzt haben. Die aktuelle Rattenplage ist nicht die erste in der Geschichte der Inseln. Zum letzten Mal kam es im Jahr 2000 zu einer Sperrung.

Foto: © Zerbor