Vulkane in Costa Rica
Text: St. H. / Letzte Aktualisierung: 10.04.2026
Costa Rica, "reiche Küste" zu Deutsch, ein Land - kleiner als die Schweiz, doch mit einem Reichtum an Natur, der seinesgleichen sucht. Im Osten dominiert der karibische Einfluss. Am Hafen von Puerto Limón stapeln sich Türme von Containern gefüllt mit Bananen, bestimmt für alle Herren Länder. Südlich der Hafenstadt bestimmt lässiger Karibik-Flair das tägliche Leben. "Alles zu seiner Zeit." - so lautet das einfache und simple Motto. Anders gebärdet sich das Leben an der Pazifikküste. Hierhin treibt es die Bevölkerung aus der Hauptstadt San José. Badevergnügen und Partyspaß nach Costa Rica Art am Strand, während die abendliche Sonne im pazifischen Meer versinkt.
Doch Costa Rica hat weit mehr zu bieten. Wie überall im Lande findet man an beiden Küsten zahlreiche Nationalparks, welche bei einer Durchwanderung den Artenreichtum des Landes zur Schau stellen. Bunte Schmetterlinge, auf Palmen springende Affen und natürlich auch Kaimane, begleiten den Besucher auf seiner exotischen Tour durch den tropischen Regenwald von Costa Rica. Der Name Costa Rica wird dem Land in keinem Falle gerecht, denn der Reichtum des Landes befindet sich nur zum Teil an den Küsten.
Überblick über die Vulkane Costa Ricas
Tief im Landesinneren gelegen, offenbart sich dem Besucher ein völlig anderes Costa Rica. Wie an einer Schnur
gereiht, ragen zahlreiche Vulkane in Richtung Himmel. Der Abstand der Vulkane zueinander ist oft nur sehr gering, sodass bei guter Witterung die Sicht von einem Vulkan zum nächsten völlig unproblematisch ist. Die Region nördlich der Hauptstadt San Jose ist geradezu gesäumt von Vulkanen. Mit einer Höhe von 3.432 Metern ragt der Vulkan Irazu am Weitesten in den Himmel. Der Krater des Irazu nimmt mit einem Durchmesser von 1 km ein beachtliches Ausmaß ein. Weit imposanter ist die Aussicht vom Krater des Irazu: grüne Waldflächen, soweit das Auge reicht, gesäumt mit einer atemberaubenden Flora und Fauna. Nicht nur für Geologen und Naturwissenschaftler sind Vulkane von besonderer Bedeutung, auch die Tier- und Pflanzenwelt weiß um die fruchtbaren Böden und deren wertvolle Nährstoffe bestens Bescheid. Ein für Menschen besonderer Anblick ist jedoch die Sicht auf beide Weltmeere: dem Atlantischen und dem Pazifischen Ozean.
Der berühmteste Vulkan des Landes ist der Arenal. Er galt bis 2010 als einer der aktivsten Vulkane der Welt und spuckte regelmäßig glühende Lava und Aschewolken - ein Spektakel, das Besucher aus der ganzen Welt anlockte. Seit Oktober 2010 befindet er sich offiziell in einer Ruhephase, sichtbare Lavaaustritte gibt es nicht mehr. Der perfekt kegelförmige Berg ist trotzdem ein magischer Anblick. Im nahegelegenen Ort La Fortuna dreht sich auch heute noch alles um den Vulkan: Regenwaldwanderungen im Arenal-Nationalpark, Hängebrückentouren, Wasserfälle und vor allem die berühmten Thermalquellen. Im luxuriösen Tabacón-Resort oder im einfacheren öffentlichen Flussbad lässt sich herrlich in den von Naturerhitzten Wassern entspannen.
Ein weiterer beliebter Vulkan ist der Poás, dessen riesiger Kratersee mit seinem türkisen Wasser zu den größten aktiven Vulkankratern der Welt gehört. Der Poás-Nationalpark liegt nur eine gute Autostunde von San José entfernt und ist so auch als Tagesausflug möglich - wegen aktueller Aktivitätsphasen sollte man vorher den Zugangsstatus prüfen. Der Turrialba ist aktuell der aktivste Vulkan des Landes und teilweise für Besucher gesperrt.
Nicht nur für Geologen ist Costa Rica mit seiner Fülle an Vulkanen ein "reiches" Land. Auch Botaniker und Zoologen finden in der Gegend rund um die Vulkane eine wahre Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen. Die fruchtbaren Böden und die klimatischen Verhältnisse der Vulkane begünstigen eine üppige Vegetation. Je nach Vulkan ist die Umgebung mal etwas trockener, oder auch feuchter, was eine sehr unterschiedliche Vegetation hervorbringt.