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Reisen in die Mongolei

Ohne Visum nach Mongolien - " so kann er was verzählen"
"Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was verzählen." Die geläufige Feststellung des deutschen Dichters Matthias Claudius (1740-1815) trifft ebenso vorbehaltlos auf jene angesammelte Fülle aus Erlebtem und Mongolisches Nationalsymbol Das mongolische Nationalsymbol mit dem Sojombo.
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Begriffenem zu, mit der der Mongolei-Reisende bereichert und manchmal euphorisch bewegt heimkehrt - sofern sich unterwegs nichts Abträgliches ereignet hatte. Meist erzählen Rückkehrer zuerst von der übervölkerten Hauptstadt Ulaanbaatar (auch Ulan-Bator genannt) im Tal der Tola (Tuul-gol), die der mongolische Dichter Daschdordschiin Natsagdordsch (1906-1937) in seinem innigen Gedicht "Meine Heimat" "die Schöne" unter den Flüssen des Landes nennt. Er nannte sie wohl so, weil sie sich westlich der Hauptstadt zeitweise in viele kleine geschwungene Nebenarme verliert, die aus der Luft wie das wehende Haar eines Mädchens aussehen, das sich für den Freund schön zu machen sucht. Vom Ufer des Flusses blickt man hinauf zum 2256 Meter hohen Bogd Khan-Uul Gebirge, das seit 1996 zum Weltkulturerbe gehört. Eigentlich erscheint einem der gleichnamige Berg gar nicht so hoch. 1350 Meter muss man abziehen, denn auf dieser Höhe liegt allein schon die Stadt, die in den letzten Jahrzehnten "Roter Recke" und davor Urga hieß. Jeder zweite der ca. 3180000 Mongolen wohnte 2012 in Ulaanbaatar. Und im Gegensatz zur Menschenfülle dort erscheint den Touristen die übrige Mongolei, die sie meist anschließend bereisen, als ein Riesenland mit auffallend wenigen Bewohnern. Und selbst die statistisch ausgewiesenen zwei Einwohner pro Quadratkilometer (Deutschland 225 Einwohner) muss man suchen, bis man ihnen beim Befahren der Steppen und Gebirge begegnet. Die Skizze zeigt die auf Mitteleuropa gelegte Umrisskarte der Mongolei, die über viermal so groß ist wie Deutschland. Wer also innerhalb dieses Umrisses zum Beispiel von Köln nach Belgrad führe, befände sich durchweg auf dem gewaltigen mongolischen Terrain, das in Zentralasien zwischen Russland im Norden und China im Süden ziemlich eingezwängt liegt.

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Die mongolische Jurte - eine der sinnreichsten menschlichen Wohnstätten
Welches Ziel man immer anstrebt, zwischen Abfahrt am Morgen und abendlicher Ankunft ist unterwegs viel Raum für Einsamkeit. Verständlich, dass dann das Auftauchen einer Araten-Jurte (ger) zum kolossalen Ereignis wird. Wo Mongolische Arbeitsjurte Mongolische Arbeits-Jurte auf der Sommerweide. Oftmals
haben die Araten für den Winter größere Wohnjurten.
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immer eine Jurte auch steht, in wüstenhaftem Gebiet oder auf einer Weide - sie stellt ein über Jahrhunderte tradiertes, sinnreiches Dach über dem Kopf dar. Ihre Bewohner trotzen mit ihr sowohl der trockenen Steppenhitze wie auch der klirrenden Kälte, die dort in den langen Wintern herrscht. Außer Radio und Fernsehen mit Stromgenerator, Betten und vermehrtes Kücheninventar ist nicht viel mehr an Ausstattung dazugekommen seit der russische Sinologe Nikita Jakowlewitsch Bitschurin (1777-1853) seinerzeit in vielen Jurten übernachtete. Der Gelehrte schreibt: "Die Zahl des gebräuchlichen Geschirres ist sehr beschränkt. Ein oder zwei Kessel aus Gusseisen zum Kochen, ein Feuerbecken zum Anzünden des Argals (getrockneter Dung mit einem der Kohle vergleichbaren Brennwert), lederne Schläuche für Wasser und Milch, einige flache Schüsseln oder grob ausgehöhlte Tröge zum Auftragen des Fleisches; kleine hölzerne Schalen zum Trinken, ein Milchkübel, ein Schaumlöffel, eine eiserne Schaufel, ein Beil, ein Messer, - das ist Alles." Das Messer ist auch jenes einzige Werkzeug, mit dem sich das stressfreie Schlachten und Ausnehmen etwa eines Hammels vollzieht. Das in der Herde gegriffene Tier landet schicksalsergeben auf dem Rücken. Ein feiner handbreiter Schnitt wird in die Bauchdecke gesetzt. Sodann tastet der Arat nach der Aorta und reißt sie durch. In kürzester Zeit verliert das Tier lautlos das Bewusstsein und wird seiner Bestimmung zugeführt, das heißt kesselfertig aufbereitet.

Die "guten Drei" der mongolischen Küche: Buuz, Huuschuur und Bansch
In der Rubrik landestypische Spezialitäten finden sich auf dem Speisezettel ganz oben die Buuz genannten gedämpften Teigtaschen mit Rind- und Lammfleischfüllung und die gebratene Version, die Huuschuur heißen. Bansch nennt man gedämpfte Teigtaschen mit frischem Gemüse und Glasnudelfüllung. Wenn man sich allein mit diesen "Guten Drei" der nationalen Küche auskennt, auch weiß, dass der wodkaähnliche Archi ein mit Vorsicht zu genießender Bretterknaller ist und die gegorene Stutenmilch Kumys anfangs explosionsartigen Durchfall bewirkt, kann man sich schon als Mongoleikenner im Elevenstatus fühlen. Milchspeisen und Milchprodukte wie Sahne, frischer Rahm und getrockneter Käse, Aaruul genannt, gehören in die zweite Abteilung des nationalen Küchenwesens. In einer Jurte steht meist eine Thermoskanne mit heißem grünem Milchtee griffbereit. Und selbst wenn die Jurtenbesitzer draußen auf der Weide sind, kann der vorbeifahrende Fremde anhalten, das in aller Regel unverschlossene Zelt betreten und Tee trinken. Bitschurin bezeichnet den grünen, mit Milch und Salz aufgekochten Tee (suutei tsai), den die Mongolen seit alters her auch mit Butter, Hammelfett oder Trockenfleisch verfeinern, als eine "Speise". Und tatsächlich - ohne vorherige Einnahme etwa eines solchen flüssigen Frühstücks, tut keiner der heute noch auf dem Lande lebenden Mongolen (rund 1,1 Millionen) auch nur einen Schritt vor die Jurte.

Was einen beim morgendlichen Hinaustreten aus der Jurte empfängt, hat der Schriftsteller Dondogijn Zewegmid (1915-1968) so beschrieben: "Was ist friedvoller und erhabener als die Steppe im Frühlicht! Immer deutlicher zeichneten sich die Umrisse meilenweiter Gebilde ab, und die Weite der Steppe weitet auch die Herzen. In der Ferne, wohin das Auge gerade noch reichte, stießen die Wolken gegen die Bergkuppen. Weiter vorn, in dem unermesslichen, in grauem Frühdunst wallenden Tal, entstiegen den Jurten blaue Rauchfahnen." (Übersetzung Renate Bauwe-Radna) So es die Ahnen im Himmel und die Geister im Berg wollen, öffnet sich an einem solchen mongolischen Sommermorgen in der Steppe ein superblauer Vincent-van-Gogh-Himmel. Die schweigende Landschaft darunter lädt zum Nachdenken ein. Bei einem solchen Zusammenklang von Farbe, Entrücktheit und Weite mag Jesus Christus (4 v. Chr.-30 oder 31 n.Chr.) seine vierzig Fastentage in der Wüste verbracht und über die noch unveröffentlichte Bergpredigt (Matthäus 5-7) nachgedacht haben. Allerdings gibt es hier im buddhistisch-lamaistischen Ambiente keine Prediger; hier predigen noch die Berge selbst. Die ungewohnte Dimension von Weite und Bizarrerie lässt bei Touristen und Forschern den Gedanken aufkommen, dass es auf der Erde durchaus das räumlich Unendliche gibt, obwohl es eigentlich nur der Beschreibung des Weltraums vorbehalten ist. Selbst der für seine wissenschaftliche Akribie bekannte russisch-sowjetische Geograf Edward Makarovitsch Murzaev (1908-1998), der Zentralasien mehrfach bereiste, spricht von der "endlosen Gobi", jener riesigen Wüste Zentralasiens (die sechsgrößte der Erde), die die Chinesen Scha-Mo nennen. Die Wüstensteppe, die bis in das chinesische Autonome Gebiet Innere Mongolei hineinreicht, zieht sich auf ihren Höhenlagen zwischen 800 und 1200 Metern von Westen nach Osten über 2000 Kilometer hin. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 800 km.

Ein österreichischer Spaßvogel erzählt einen Witz über die Mongolei
Gelegentlich übertreiben Berichterstatter beim Beschreiben des Vorgefundenen, weil sie wissen, ihre Mitteilungen über die Mongolei können die wenigsten Menschen zu Hause überprüfen. Der eine Autor lässt auf dem zentralen und zubetonierten Suche-Bator-Platz Gras wachsen und Vieh weiden, ein anderer will glauben machen, in der im Sommer glutheißen Steppe sei es angeblich bitterkalt oder die Araten lebten ohne Strom und verliefen sich auf ihren Weiden. Diese eingeschränkte Überprüfbarkeit mag auch den österreichischen SPÖ-Politiker und Lehrer Mongolischer Reiter auf einem Pferd Reiter kurz vor Abbruch des Rittes durch das Pferd
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Ingo Baumgartner (geb. 1944) bewogen haben, auf Kosten der Mongolen ein triviales Witzchen über sie zu machen. In einer Gedichtsammlung veröffentlichte er unter dem Titel "Neues aus der Mongolei" einen Fünfzeiler mit dem Wortlaut:

"Erst kürzlich erwarb Ulan Bator
Den riesigen Sumpfalligator.
Jedoch nur symbolisch
Wurd' dieser mongolisch.
Zu groß war der Bursche fürs Stadttor."


Der Spaßvogel übersah, dass Ulaanbaatar weder Stadtmauer noch Stadttore besitzt, dafür ein Naturkundemuseum mit einer paläontologischen Abteilung, in der zwar keine Alligatoren, dafür aber hochragende Saurierskelette ausgestellt sind. Doch die Stadt hat andererseits ein reales Problem mit einem Großexponat aus grauem Beton - mit einem fünf Meter hohen Kopf Wladimir Iljitsch Lenins (1870-1924). Der steht im großen Saal des ehemaligen Parteimuseums am Freiheitsplatz, in das die stark frequentierte Diskothek "Nazareth" eingezogen ist. Eigentlich sollte Lenin weg - so wie im Februar 1990 die riesige Stalin-Statue vor der Bibliothek bei Nacht und Nebel entfernt und später durch eine ansehnliche Skulptur des mongolischen Schriftstellers Bjambyn Rintschen (1905-1977) ersetzt wurde. Beim geplanten Abtransport des Lenin-"Nischels" taten sich große Schwierigkeiten auf. Man hätte zunächst das Dach des Hauses abtragen müssen. Da der Kopf bei den Rap- und Hip-Hop-Konzerten aber kaum stört, sondern dem Raum etwas Besonderes verleiht, blieb Lenin auf seinem Posten. Und so scheinen die mongolischen Disco-Kids die alte sowjetische Losung "Lenin s nami" (Lenin mit uns) auf ihre Weise hochzuhalten.

Vielleicht würde der österreichische Reimeschmied bestimmte Geräusche der mongolischen Volkskunst als Knurren wilder Tiere deuten, obwohl in Wirklichkeit auf kunstvollste Weise gesungen wird. In diesem Falle handelt es sich um eine weltweit einmalige Leistung mongolischer Sänger, die die Grenzen der gewöhnlichen menschlichen Möglichkeiten überschreitet: aus einer Kehle kommen zwei Stimmen: zum einen ein anhaltender summender Grundton und eine schrill intonierte Melodie. Durch Stellungen des Mund- und Rachenraums werden dieser Grundton und die "zweite Stimme" erzeugt. Die zum Teil langen lyrischen Lieder und ritualen Gesänge über die Natur, darunter ausführlichste Beschreibungen eines Pferdekörpers oder das Lobpreisen menschlicher Verbindungen, geben einen Eindruck von der Sangeskunst der Mongolen. Melodische Verzierungen (Meslimen), rasche Wechsel des Haupttons in einen höheren halben oder ganzen Ton (Triller) oder leichte periodische Lautstärkenschwankung eines erklingenden Tons (Tremolo) bereichern die Lieder. Durch das Artifizielle des so vorgetragenen urwüchsigen Cantus wächst diesem Wert und Würde zu. Der finnische Ethnologe und Asienforscher Matthias Alexander Castrén (1813-1852) schrieb 1847, "dass nach der Vorstellung der Tataren (Stamm im Nordosten der Mongolei) der Gesang der höchste Ausdruck der Weisheit ist".

Urlaub in der Mongolei - Ab 1. September 2013 visafrei und was man weiter wissen muss
Eine unerwartete, gute Nachricht gibt es (im Sommer 2013) für alle Freunde der Mongolei, die beabsichtigen, erstmals oder wieder einmal ins Land zu reisen: Im Sommer 2013 teilt die deutsche Botschaft in Ulaanbaatar überraschend mit: "Ab 1. September 2013 dürfen deutsche Staatsangehörige bis zu 30 Tage visafrei in die Mongolei einreisen. Dabei handelt es sich um einseitige Entscheidung der mongolischen Regierung ... Insbesondere der deutschen Wirtschaft und an der Mongolei interessierten deutschen Touristen sollen damit Reisen in die Mongolei erleichtert werden." Wer nun nach dem Wegfall der Visapflicht eine Mongolei-Reise antreten will, über die man schon länger nachdachte, muss wissen, dass er in kein Land kommt, in dem es betulich zugeht. Das Land, übrigens nach der Sowjetunion, der zweite als sozialistisch bezeichnete Staat der Erde, hat einen verfehlten "großen Sprung" hinter sich. Die herrschende Staatspartei MRVP verkündete in den 1920er Jahren das Ziel, die Mongolei mit ihren noch feudalen Zügen müsse den Kapitalismus überspringen und sogleich den Kommunismus anstreben. Weder das Überspringen noch das Anstreben hat geklappt. Dafür gab es auch dort eine Wende. Die beiden reiselustigen Berliner Pädagogen Gabriele und Roland Wickert schrieben nach ihrer Mongoleireise in den 1980er Jahren: "Nachdem Gorbatschow seine Reformideen von Glasnost und Perestroika verkündet hatte, bildete sich auch in der Mongolei eine demokratische Opposition, die auf dem ehemaligen militärischen Paradeplatz im Herzen Ulaanbaatars, dem Suche-Bator-Platz, nach DDR-Vorbild Montags-Demonstrationen organisierte. Die herausragende Persönlichkeit dieser meist von Studenten getragenen Bewegung war der später ermordete Hochschullehrer Sandschaasuren Zorig (1962-1998). Als ein Hungerstreik am Denkmal des Freiheitshelden Suche Bator im März 1990 eine große Demonstrationsbewegung auslöste, trat die Regierung am 10. März 1990 zurück und erlaubte für Juni demokratische Wahlen." Der spätere Mord an Sandschaasuren Zorig, der ein ruhiger schmächtiger Gelehrter war, aber vom Geist der Perestroika erfasst wurde, ist nie aufgeklärt worden. Nach seinem Tod stieg seine Schwester Sanjaasuren Oyun (geb. 1964) in die Politik ein und gründete die Partei des Bürgerwillens. Sie ist derzeit (2013) die mongolische Umweltministerin. Bei der letzten Parlamentswahl am 28. Juni 2012 errang die sozialliberale Demokratische Partei (DP) den Sieg über die bislang regierende kommunistische Mongolische Volkspartei (MVP), wie die ehemalige MRVP seit dem 5. November 2010 wieder heißt.

Der von vielen gewollte Umbruch hin zum Kapitalismus und zu einer inzwischen vollzogenen rechtsstaatlichen Struktur bereitet erhebliche soziale Probleme: Die Alten verloren ihre staatliche Altersversorgung, die Demonstration im Jahre 1990 in der Hauptstadt der Mongolei Anfang März 1990 löste ein Hungerstreik im Zentrum
der Hauptstadt für bürgerliche Grundrechte eine große
Demonstration aus. - Foto: -wn-
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landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften ihren vom Staat garantierten Absatz und die Viehhalter ihr Einkommen. In den Städten kam es sogar zu Hungersnöten. Was früher nicht denkbar war, ist heute Realität: Es gibt Straßenkinder. Manch eine Hirtenfamilie, die sich nicht mehr von der Viehzucht ernähren konnte, verkaufte die Tiere und wanderte mit der Jurte in die Stadt ab. So kam es zu einer riesigen Landflucht. Man kommt als Tourist demzufolge in ein Land, in dem ein Umschwung im Gange ist und soziale Unterschiede noch groß sind. Im Straßenbild der Hauptstadt sieht man modern gekleidete Menschen und solche, denen Armut anzusehen ist. Das Land gilt als relativ sicher. Dennoch ist es angeraten, abends dunkle Straßen zu meiden, Betrunkenen aus dem Weg zu gehen und - vor allem - in keine Privattaxis einzusteigen. Mehrfache Mongolei-Reisende raten Neulingen, nicht ängstlich - stattdessen umsichtig zu sein und beim Wohnen und Transport nicht in jedem Fall europäische Standards anzulegen. In ihrem Buch "MONGOLIA - Land der Gräser" (Buchverlag Der Morgen Berlin 1986) schreibt die landeskundige und heute an der Oder lebende Malerin Waltraut Fischer (geb. 1937): "Wer in die Mongolei reist und keine Geduld mitbringt, sollte gleich wieder nach Hause fahren. Hier sind die Stunden länger, und auf einen Tag mehr oder weniger kommt es auch nicht an. Ich habe mich daran gewöhnt, mich nicht aufzuregen, wenn mein Zeitplan ins Wasser fällt." Und wer von einem mongolischen Reisebüro in die Südgobi transportiert wurde, hat bisher - von Ausnahmen abgesehen - sein Ziele immer erreicht und konnte abends seine Jurten- oder Hotelzimmertür hinter sich schließen.

Einer, der trotz seines angeborenen Grantlertums schon vor geraumer Zeit die spürbare Deutschfreundlichkeit der Mongolen (wegen der früheren engen Beziehungen zwischen der DDR und der Mongolei) gesellig beantwortete, ist der Kabarettist Gerhard Polt (geb. 1942). In einem seiner Sprüche rät er sogar zum Erlernen der mongolischen Sprache, und er stellt klar: "Ich käme mir völlig desolat unter den Mongolen vor, wenn ich nicht fragen kann: Schmeckts? Oder ihnen (nicht) erklären könnte, was ein Apfelstrudel ist. Ich will doch wissen: Sie sind Mongole? Wie lange machen Sie das schon? Machen Sie das beruflich? Was gibt's zum Essen?" Um das und anderen Fragen nachzugehen, wird Interessierten unbedingt geraten: "Ab nach Mongolien!"
Text: -wn-