Wo anfangen, wo aufhören, wenn von Melbourne die Rede ist? Die Hauptstadt des australischen Bundesstaates Victoria hat wirklich viel zu bieten und wartet sogar mit einem echten Superlativ auf.
Blick vom Ufer des Yarra auf die Stadt Melbourne
Foto: © Carlos_muc
Doch dazu später. Zunächst einmal ein Wort zur wirklich einmaligen Lage dieser Stadt, die übrigens nach Sydney die zweitgrößte auf dem australischen Kontinent ist. Sie liegt direkt am Fluss Yarra und erstreckt sich an seinen Ufern bis hin zu seiner Mündung in den Pazifischen Ozean. Man braucht nicht sehr viel Vorstellungskraft, um zu erkennen, dass das eine wunderbare Lage von großer Schönheit und mit hohem Freizeitwert ist.
Die Einwandererviertel
Natürlich ist es auch eine Lage, die relativ leicht per Schiff erreicht werden kann. Kein Wunder also, dass Melbourne in Zeiten, als es noch keine Flugzeuge gab, die Einwandererstadt Australiens schlechthin gewesen ist. Bis heute profitiert die Metropole von dieser Tatsache. Denn in Melbourne haben sich viele traditionelle Viertel erhalten, die die Kultur der Einwanderer widerspiegeln und der Stadt bis heute Gesicht und Charakter geben. Auch für Touristen lohnt es sich, diesen Vierteln einen Besuch abzustatten; hier essen zu gehen und in den vielen kleinen, hochinteressanten Geschäften zu stöbern. So haben sich etwa die französischen Einwanderer ihr "savoir vivre" in Melbourne erhalten und auch die Quartiere der vietnamesischen und chinesischen Immigranten haben ihren eigenen, unnachahmlichen Charme. Ein Gemisch von Kulturen und Abstammungen trifft der Reise dagegen im Stadtviertel Prahran an. Hier eint die Bewohner eher ihre tolerante Lebensweise, ihre Leidenschaft für Kunst und Design sowie ihr Faible für gutes Essen. In diesem Stadtteil finden übrigens Rucksackreisende preiswerte und gute Unterkünfte.
Sehenswertes in Melbourne
Nun aber endlich zu Melbournes Superlativ, der es wirklich in sich hat. Die Stadt beherbergt nämlich seit dem Jahr 2000 das größte Museum auf der gesamten südlichen Halbkugel. Das "Melbourne
Museum" umfasst sage und schreibe rund 80.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, auf denen nach offiziellen Angaben über 16 Millionen Exponate gezeigt werden. Selbst beim besten Willen kann das niemand an einem Tag schaffen. Die Devise heißt also wiederkommen oder sich beim Besuch auf ausgewählte Bereiche konzentrieren. Zur Wahl stehen beispielsweise die spannende Geschichte Melbournes, fast vergessene Traditionen der Ureinwohner oder futuristische Installationen zu Flora und Fauna des Kontinents.
Apropos Fauna. Wer tauchen will, ohne dabei auch nur im geringsten nass zu werde, der sollte sich einen Besuch des Melbourne-Aquariums gönnen. Dort kann man alles Meeresgetier, das in den Meeren rund um Australien lebt, in riesigen gläsernen Becken bewundern. Dabei kommt man selbst den gefährlichsten Bewohnern der Ozeane bis auf wenige Zentimeter nahe. Wem das als Nervenkitzel nicht reicht, der kann - entsprechend ausgerüstet und in Begleitung eines erfahrenen Tauchers - ins Haifischbecken springen und auf Tuchfühlung mit den Raubfischen gehen. Australien hat ja immer schon Abenteurernaturen angezogen….
Nightlife in Melbourne
Wer zwar Spannung mag, dafür aber nicht gleich mit Killerhaien zusammentreffen muss, der kann ja mal einen Abend im Crown Entertainment Complex verbringen. Dieser Wolkenkratzer beherbergt nicht nur ein äußerst luxuriöses Hotel, sondern auch viele gute Restaurants und Bars. Von hier aus hat der Gast einen superschönen Blick auf den Hafen und hier kann man auch in guter alter Goldgräbermanier sein Glück versuchen. Im Crown liegt nämlich Australiens größtes Kasino.
Text: St. H.
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