Wenn man die ganze Vielfalt Ägyptens erfassen möchte, dann darf ein Besuch in Alexandria nicht fehlen. Diese prachtvolle Hafenstadt hat ein Flair, das sich vollkommen von dem aller anderen Orte
Blick auf das Fort Qait Bey - Foto: © Alexander Mandl
des Landes unterscheidet. Hier, direkt am Mittelmeer und im Delta der Nil Mündung, dominiert nicht so sehr das Orientalische, das das übrige Ägypten prägt. In Alexandria herrscht statt dessen mediterrane Lebensfreude - und fast noch ein europäischer Geist.
Die Geschichte Alexandrias
Alexandria hat eine große Vergangenheit und das heutige Ägypten macht enorme Anstrengungen, um an die beeindruckende Geschichte der Stadt wieder anknüpfen zu können. Wenn auch so gut wie nichts mehr von dem vorhanden ist, was einst die Weltgeltung Alexandrias ausgemacht hat, so sind die Namen, die damit verbunden sind, doch unvergessen. Einer der bedeutendsten Feldherren und schillerndsten Figuren der Geschichte hat der Stadt ihren Namen gegeben. Alexander der Große wollte rund 330 Jahre vor Christus an der Stelle eines kleinen Fischerdorfes eine Stadt errichten. Wenn der Namensgeber selbst sie auch nie sehen sollte, so wurde sein Wunsch doch Wirklichkeit und die Stadt wurde binnen zwei Jahren von Alexanders Architekten Deinokrates angelegt. Der Aufschwung, der bald danach folgte, übertraf so ziemlich alles, was die antike Welt bis dahin kannte. Bis heute ist Alexandria dafür bekannt, dass es einst Standort für eines der Sieben Weltwunder gewesen ist. Der Leuchtturm von Pharos bewachte einst die Hafeneinfahrt. Nicht minder legendär ist die Bibliothek von Alexandria. Sie soll in ihrer Blütezeit rund 700.000 Schriftstücke umfasst haben. Damit bildete sie das geistige Zentrum der Antike und lockte viele Wissenschaftler, Philosophen und Dichter des Altertums an.
Die ganz große Magie Alexandrias aber geht von einem Namen aus, der gleichzeitig auch den
Brückenschlag zur orientalischen Seele Ägyptens darstellt - von Kleopatra. Sie lebte, vor allem aber starb sie in Alexandria, wo die ägyptische Herrscherin sich mit einem Schlangenbiss selbst das Leben genommen hat.
Tipps für einen Urlaub in Alexandria
Ohne einen Ausflug in die Vergangenheit geht es im geschichtsträchtigen Ägypten also nicht - aber auch die Gegenwart hat einiges zu bieten. Alexandria etwa empfiehlt sich durchaus als Reiseziel für sonnenhungrige Touristen, die einen Badeurlaub erleben möchten. Die Stadt verfügt über wunderbare weiße Sandstrände, das Klima garantiert Sonne, ohne die extremen Temperaturen im Landesinneren zu erreichen und vom Mittelmeer her weht meist eine erfrischende Brise. Die Hotels der Stadt bieten Zimmer in jeder Preisklasse und dank des internationalen Flughafens ist Alexandria auch unkompliziert zu erreichen.
Wer gern Fisch isst, der wird sich in dieser ambitionierten Stadt besonders wohl fühlen. Eine ganze Reihe von Restaurants haben sich auf Fisch und Meeresfrüchte spezialisiert und servieren eine ausgezeichnete Küche, bei der man sich stets auf Frische verlassen kann. Alexandria ist eine kosmopolitische Stadt, in der man generell sehr gut einkaufen kann. Individuelle Souvenirs und handwerkliche Arbeiten findet man aber vor allem in den Läden im Attarin-Viertel, das übrigens auch eine Fundgrube für kleinere Antiquitäten und antiquarische Bücher ist.
Für Abwechslung vom Strandleben sorgen zudem ein Besuch des Amphitheaters, des griechisch-römischen Museums sowie Ausflüge zu den Grabanlagen und Oasen in der Umgebung Alexandrias. In der Stadt selbst gibt es zudem ausgedehnte öffentliche Parkanlagen, die sehr ruhige und schöne Ecken aufweisen.
Text: St. H.
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