Was gehört in die Reiseapotheke?
Es ist völlig gleich, wohin der kommende Urlaub gehen soll und wie lange er dauern wird: Ein wichtiges Gepäckstück darf auf keinen Fall fehlen - die Reiseapotheke. Warum ist sie so wichtig und was sollte sie eigentlich alles enthalten?
Was gehört in die Reiseapotheke?
Wenn man die Reiseapotheke für den kommenden Urlaub zusammenstellt, sollten grundsätzlich einige Dinge beachtet werden. Vor allem darf man keinesfalls vergessen, die Medikamente, die man wegen eines chronischen Leidens das ganze Jahr über einnimmt, ebenfalls unterzubringen. Was sonst noch dazu gehört, hängt im Wesentlichen davon ab, wohin die Reise geht. Moderne und gut erschlossene Urlaubsreisen erfordern weniger Aufwand, da hier die gängigsten Medikamente problemlos vor Ort zu bekommen sind. Sollte hingegen die Reise in Regionen erfolgen, die nur eine schlechte medizinische Infrastruktur und sehr schlechte hygienische Standards aufweisen, bestehen zusätzliche Anforderungen an die Reiseapotheke. Besonders sollte man für typische Krankheitserreger der Gegend vorsorgen, beispielsweise Tropenkrankheiten wie Malaria. Für die eigenen chronischen Leiden sollten Medikamente in großem Umfang mitgenommen werden, beispielsweise Insulin für Diabetiker.
Diese können heutzutage problemlos online in einer Versandapotheke bestellt werden.
Besondere Beachtung sollte man dem Verfallsdatum der Medikamente schenken. Abgelaufene Präparate gehören keinesfalls in die Reiseapotheke. Weiterhin ist zu berücksichtigen, ob die klimatischen Verhältnisse des Urlaubsziels keine negativen Einwirkungen auf die Medikamente haben.
Medikamente wie Kopfschmerztabletten oder Mittel gegen die Reisekrankheit sollten zumindest bei An- und Abreise im Handgepäck untergebracht sein.
Die Risiken
Sind am Reiseziel deutlich schlechtere hygienische Bedingungen zu erwarten und muss man von einer geringen medizinischen Infrastruktur ausgehen, sollte die Reiseapotheke um verschiedene Sanitärartikel erweitern. Je nach Ziel der Reise kann auch das Mitführen von Einmalspritzen, Kanülen und kleinem OP-Besteck durchaus sinnvoll sein. So ist eine eventuelle Übertragung von Infektionen wie Hepatitis B oder HIV von vorn herein ausgeschlossen. Regionale Risiken, beispielsweise Tropenkrankheiten oder die Gefahr von Schlangenbissen, erfordern eine Verfügbarkeit von entsprechenden Medikamenten und Gegenmitteln. Grundsätzlich sollte man sich vor Reiseantritt ein genaues Bild über die notwendigen Medikamente schaffen. Ärzte und gesundheitliche Behörden helfen hier gerne weiter.
Bei chronischen Erkrankungen muss der Grundstoff zur Behandlung in großzügigem Maße eingepackt werden, ferner verschiedene Zusatzpräparate für den Notfall. Das können beispielsweise Mittel gegen allergische Reaktionen sein.
Planmäßig ausgestattet
Sollte es beim Bestücken der Reiseapotheke vor der Fahrt in den Urlaub irgendwelche Unklarheiten geben, sollte in jedem Fall ein beratendes Gespräch mit dem Arzt erfolgen. Dieser kann umfassend über alle notwendigen Medikamente und Vorsorgen für das geplante Urlaubsland informieren. Eventuell notwendige Impfungen für risikoreiche Urlaubsländer können hier direkt vor Ort durchgeführt werden.
Damit alle Vorbereitungen in Ruhe getroffen werden können und eventuelle Impfungen Zeit haben, ihre Wirkung zu entfalten, sollte der Besuch beim Arzt möglichst frühzeitig erfolgen. So werden spätere böse Überraschungen vermieden.
Zur Reiseapotheke gehört selbstverständlich immer ein gültiger Impfpass. Fehlende Impfungen für Tetanus oder Gelbfieberinfektionen sind in jedem Fall eine gute Prophylaxe, denn bei derartigen Erkrankungen kann auch die Reiseapotheke nicht mehr weiter helfen.
Eine ordnungsgemäße Bestückung der Reiseapotheke kann viel Ärger und einen vermiesten Urlaub durch Krankheit durchaus vermeiden. Besonders bei Reisen in Risikogebiete darf auf sie keinesfalls verzichtet werden. Ein beratendes Gespräch beim Hausarzt klärt die Frage, welche Medikamente für das gewünschte Urlaubsziel notwendig sind und welche zu Hause gelassen werden können.
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"Zum Reisen gehört Geduld, Mut, Humor und dass man sich durch kleine widrige Zufälle nicht niederschlagen lasse", stellte Adolph Freiherr Knigge (1752-1896) einst fest. Doch was, wenn einem auf der Reise zu Wasser, in der Luft oder auf der Straße regelmäßig speiübel wird? Da hört es sich dann eindeutig auf mit dem eingangs erwähnten Humor! Reisekranke reagieren auf die Bewegungen in ungewohnten Fahrzeugen mit Übelkeit und Erbrechen. Wer jedoch von seinem Hang zur Reisekrankheit weiß, kann bereits vor der Reise gut vorbeugen.
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